3D-gedruckte Wirbelsäule zum Training für Chirurgen

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Das noch kein Meister vom Himmel gefallen ist, das hat jeder schon einmal gehört oder gesagt. Tatsächlich trifft das aber auch auf Chirurgen zu, diese haben aber oft nur sehr eingeschränkte oder unrealistische Übungen zum Training. Eine mögliche Abhilfe hat die Nottingham Trent University geschaffen, eine 3D-gedruckte Wirbelsäule soll realitätsnahes Üben ermöglichen.

Die Wirbelsäule ist eines der empfindlichsten Bauteile des Menschen. Kleinste Fehler oder Unfälle können zu großen Schmerzen oder sogar zu Lähmungen führen. Operationen an der Wirbelsäule dürfen daher auch nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Das Selbe gilt auch für die Ausbildung von Chirurgen die in Zukunft sollte Eingriffe durchführen sollen. Aktuell gestaltet sich die Ausbildung aber schwierig, oftmals gibt es nur die Möglichkeit durch Zuschauen zu lernen – was nicht sehr effektiv ist. Besser wäre eine Trainingsmöglichkeit, bei der man vor dem ersten echten Eingriff schon üben kann.

Consultants undertaking delicate and precise procedures like spinal surgery need as much knowledge and experience as possible as part of their surgical training before going into live operations

Daher hat die Nottingham Trent University in Zusammenarbeit mit Professor Bronek Boszczyk von den Nottingham University Hospitals eine 3D-gedruckte Wirbelsäule entwickelt. Die Wirbel der Wirbelsäule werden dabei aus Kunststoff hergestellt (mit dem 3D-Drucker) und die Bandscheiben in den Zwischenräumen aus Silikon. Die gedruckten Modelle stammen aus CT-Scans die zu 3D-Modellen umgewandelt wurden. Damit soll es möglich sein, dass die Chirurgen Eingriffe an der Wirbelsäule trainieren, wie etwa Bandscheiben-OPs. In Zukunft will das Forschungsteam auch noch Osteoporose simulieren, indem verschiedene Stabilitäten in den Wirbelkörpern simuliert werden.

This research provides consultants with a realistic representation of spinal surgery which allows them to learn in a safe and calm environment.

By better communicating these experiences, we can improve the skills of surgeons in the classroom and help enhance operative outcomes for patients in real life.