Home Medizin CSIRO 3D druckt erste selbstausdehnende Stents aus Formgedächtnis-Legierung Nitinol

CSIRO 3D druckt erste selbstausdehnende Stents aus Formgedächtnis-Legierung Nitinol

Die periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAD) ist eine Erkrankung, bei der sich Fettablagerungen ansammeln und den Blutfluss in den Arterien außerhalb des Herzens, am häufigsten in den Beinen, verringern. Diejenigen, die an PAD leiden, haben oft Schmerzen beim Gehen. Zur Behandlung kann ein Stent vorübergehend in das Blutgefäß eingesetzt werden, um den Blutfluss zu verbessern.

In den letzten Jahren haben wir schon öfter gesehen, dass Stents mit einem 3D-Drucker hergestellt werden konnten. Die Forscher der nationalen Wissenschaftsagentur Australiens, der Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation (CSIRO), und Spezialisten vom Medical Innovation Hub haben die Methoden nun verbessert.

Die Wissenschaftler haben eine Möglichkeit gefunden, einen selbstexpandierenden Stent aus einer Nickel- und Titanlegierung mit Formgedächtnis zu drucken. Der erste 3D-gedruckte Nitinol-Stent ist ein bedeutender medizinischer Durchbruch für PAD-Patienten, da Chirurgen in der Vergangenheit für diese Eingriffe handelsübliche, nicht kundenspezifische Stents verwenden mussten. Aber mit dem 3D-Druck können individuelle Nitinol-Stents direkt im Krankenhaus hergestellt werden, wobei der Chirurg dort Anweisungen geben kann, was Zeit und Geld spart und auch den Lagerbestand reduziert.

Laut der australischen Ministerin für Industrie, Wissenschaft und Technologie, Karen Andrews, könnte das 3D-Drucken einen großen Paradigmenwechsel in der weltweiten Stent-Herstellungsindustrie mit einem Volumen von 16 Milliarden US-Dollar bedeuten.

Das Team setzte die Selective Laser Melting (SLM)-Technologie ein, um die komplexen maschenförmigen Stentstrukturen erfolgreich herzustellen.

World’s first 3D printed nitinol stent
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