endocon verbessert mit GE Additive die Entfernung von Hüftimplantaten

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Das deutsche Medizintechnikunternehmen endocon GmbH hat mit Hilfe der GE Additive Concept Laser Direktmetalllaserschmelztechnologie (DMLM) ein 3D-gedrucktes Operationswerkzeug entwickelt. Das medizinische Gerät wurde entwickelt, um die Entfernung von Hüftimplantaten zu verbessern und zu vereinfachen, wobei optional fünfzehn additiv gefertigte Klingen aus rostfreiem Stahl verwendet werden können.

Mit dieser Technologie konnte Endocon bei der Herstellung Zeit und Geld sparen und gleichzeitig das Risiko von Komplikationen verringern.

Die Implantation von Hüftgelenkpfannen ist eine relativ routinemäßige Hüftoperation. Ihre Entfernung ist jedoch ein viel komplizierterer Prozess. Typischerweise verwenden Chirurgen einen Meißel, um den implantierten Becher zu entfernen, was Risiken für den Knochen und das Weichgewebe eines Patienten darstellt.

Endocons endoCupcut-Produkt wurde als alternatives Werkzeug zum Entfernen von Bechern entwickelt. Mit 15 austauschbaren Klingen in verschiedenen Größen von 44 mm bis 72 mm ermöglicht das endoCupcut-Werkzeug präzisere Schnitte entlang der Kante einer Hüftgelenkpfanne zum Lösen und Herausziehen.

Diese Klingen wurden auf einer Concept Laser Mlab cusing 100R-Maschine bei Weber-KP, einem additiven Fertigungs-, 3D-Scanning– und Engineering-Service-Büro, hergestellt.

3D gedruckte Klingen

17-4 PH-Edelstahlpulver wurde als Material für die Herstellung von Klingen für die endoCupcut-Vorrichtung verwendet. Je nach Größe und Ausrichtung können auf dem Mlab cusing 100R auf einer Bauplatte von 90 mm x 90 mm zwischen zwei und sechs Schaufeln jederzeit 3D-gedruckt werden. Inklusive Datenaufbereitung, 3D-Druck, hochwertiger Oberflächenveredelung, Härten und Perlstrahlen benötigt Weber-KP rund drei Wochen, um ein komplettes Set endoCupcut-Klingen zu liefern.

Zuvor wären diese Klingen aus einer Form in Metall gegossen worden. Abgesehen von Problemen mit der Zuverlässigkeit, der Korrosion und der Konsistenz würden gegossene Klingen eine Vorlaufzeit von bis zu dreieinhalb Monaten für die Produktion haben.

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Foto: GE Additive

Im Hinblick auf die Biokompatibilität führten die 3D-gedruckten Klingen zu einem einheitlicheren Ergebnis des Hüftschalenersatzes, und die Abstoßungsrate wurde von 30% auf unter 3% reduziert.

Klaus Notarbartolo, Geschäftsführer von endocon, kommentiert: „Wir konnten auch die Kosten pro Rotorblatt um etwa vierzig bis fünfundvierzig Prozent senken. Das bedeutet Kosteneinsparungen für uns und für unsere Kunden. Kombiniert man das mit einer Verkürzung der Produktentwicklungszeit, höherer Effizienz und niedrigeren Rückweisungsraten, wird der Business Case für Additiv wirklich attraktiv.“

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