Home Medizin Indien: 3D-gedrucktes Titanimplantat rettet Beweglichkeit eines Patienten

Indien: 3D-gedrucktes Titanimplantat rettet Beweglichkeit eines Patienten

Amit Bhanot kämpft seit vielen Jahren mit erheblichen gesundheitlichen Problemen. Trotz zweier Hüfttransplantate klagt der Mann über erhebliche Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Das erste 3D-gedruckte Titanimplantat in Indien soll dem Patienten jedoch Abhilfe verschaffen.

Amit Bhanot war ein normales Kind und hat regelmäßig Sport betrieben. Doch 1991 hatte er erstmals Schmerzen in seinem rechten Fuß. Diese wurden dann von Jahr zu Jahr schlimmer. Nach mehreren Jahren und vielen Arztbesuchen konnte Ahmit seinen rechten Fuß und seine rechte Hüfte gar nicht mehr bewegen. Im Jahr 2000 wurde dann Morbus Bechterew festgestellt (anderer Name: Spondylitis ankylosans). Bei dieser Krankheit versteifen sich Gelenke, was zu erheblichen gesundheitlichen Problemen führen kann. Im Jahr 2007 erhielt Amit dann eine Hüftprothese rechts und 2008 eine Hüftprothese links. Daraufhin konnte der junge Mann sich wieder frei bewegen.

Leider sind 2017 die Schmerzen erstmals wieder aufgetaucht. Der mittlerweile 39 Jahre alte Amit Bhanot wurde informiert, dass in einigen Jahren die Prothesen erneuert werden müssten. Durch Zufall wurde er im größten Spital von Iniden, dem All India Institute of Medical Sciences (AIIMS), dafür vorgestellt. Der Leiter der Orthopädie Abteilung, Professor Rajesh Malhotra hatte dann etwas bemerkt. Ein großer Teil des Beckens wurde von der Krankheit zerstört und die Prothese / das Implantat funktionierten nicht mehr richtig. Bei diesem klinischen Bild kann eine konventionelle chirurgische Therapie oder ein herkömmliches Implantat jedoch nicht mehr helfen.

Auf der Suche nach einer Lösung ist dann das Unternehmen Global Health Care aufgetaucht. Mit Hilfe des Unternehmens wurde ein Implantat aus Titan 3D-gedruckt. Zur Modellierung des Implantats wurden die 3D CT-Scans des Patienten eingesetzt. Bevor das finale Produkt hergestellt wurde, gab es mehrere Prototypen aus Kunststoff. Gedruckt auf auf einem EOS 3D-Drucker mit Ti64ELI.

Nachdem die 9-Stündige Operation am 25. April erfolgreich war gibt es eine gute Prognose für Amit Bhanot. Die Ärzte rechnen damit, dass er seine vollständige Mobilität wieder erlangen wird und dabei keine Schmerzen mehr hat.

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Quelle3dprint
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Dominik studiert derzeit Wirtschaftsinformatik an der TU-Wien. Seit mehreren Jahren beschäftigt er sich mit neuartigen Technologien und speziell mit 3D-Druck. In seiner Freizeit beschäftigt sich Dominik außerdem mit Embedded-Systems sowie deren Programmierung und ist außerdem ehrenamtlich bei mehreren Organisationen tätig.