Home Medizin Desktop Health behandelt Trommelfellperforationen mit 3D-gedruckten Implantaten

Desktop Health behandelt Trommelfellperforationen mit 3D-gedruckten Implantaten

Desktop Health, die Gesundheitssparte des 3D-Drucker-Herstellers Desktop Metal, gab bekannt, dass es das Technologieportfolio um die PhonoGraft-Plattform erweitert. Diese Technik hat das Potenzial die funktionelle und morphologische Regeneration des Trommelfells durch den Körper zu unterstützen. Diese Biofabrikationstechnologie kann auch einen vielversprechenden Weg für die Regeneration von Weichgewebe für eine breite Palette von Gesundheitsanwendungen bieten.

Die PhonoGraft-Technologie wurde ursprünglich von Forschern des Wyss Institute for Biologically Inspired Engineering an der Harvard University, der Harvard John A. Paulson School of Engineering and Applied Sciences (SEAS) und Mass Eye and Ear in Boston (Mass Eye and Ear ist ein Mitglied von Mass General Brigham) entwickelt. Das Harvard Office of Technology Development hat Desktop Metal eine exklusive Lizenz für die Vermarktung der Plattform gewährt.

Die PhonoGraft-Technologie wird für den möglichen Einsatz in einem implantierbaren Gerät zur Reparatur von beschädigten Trommelfellen untersucht, mit einem programmierbaren, biologisch abbaubaren 3D-gedruckten Transplantat, das das Potenzial hat, minimalinvasiv zu sein und den Patienten kürzere Operationszeiten und verbesserte Heilungs- und Hörergebnisse zu bieten.

Durchbruch bei 3D-Druck-Biomimetik

Das Konzept für das PhonoGraft-System entstand nach den Bombenanschlägen beim Boston-Marathon 2013, als viele Menschen durch die Explosion Trommelfellperforationen erlitten. Nicole Black, PhD, damals Doktorandin in Lewis‘ Harvard-Labor, erkannte die Chance, Möglichkeiten zu erforschen, wie der 3D-Druck zur Verbesserung der Ergebnisse nach einer Trommelfellrekonstruktion eingesetzt werden könnte. Lewis und ihre Forschungsgruppe stellten in Zusammenarbeit mit den Ohrchirurgen Dr. Aaron Remenschneider und Dr. Elliott Kozin von Mass Eye and Ear ein multidisziplinäres Team aus Materialwissenschaftlern und HNO-Ärzten zusammen.

Bahnbrechender Durchbruch in der 3D-Druck-Biomimetik
Das Konzept für das PhonoGraft-System entstand nach den Bombenanschlägen beim Boston-Marathon 2013, als viele Menschen durch die Explosion Trommelfellperforationen erlitten. Nicole Black, PhD, damals Doktorandin in Lewis‘ Harvard-Labor, erkannte die Chance, Möglichkeiten zu erforschen, wie der 3D-Druck zur Verbesserung der Ergebnisse nach einer Trommelfellrekonstruktion eingesetzt werden könnte. Lewis und ihre Forschungsgruppe stellten in Zusammenarbeit mit den Ohrchirurgen Dr. Aaron Remenschneider und Dr. Elliott Kozin von Mass Eye and Ear ein multidisziplinäres Team aus Materialwissenschaftlern und HNO-Ärzten zusammen.

Sechs Jahre Forschung und Entwicklung, mit einer gezielten Finanzierung durch das Wyss-Institut, führten zur Entwicklung und präklinischen Entwicklung des PhonoGraft Materials und der Geräteplattform. Black wurde zu einem unternehmerischen Verfechter der Technologie; sie und mehrere Kollegen gründeten ein Startup, Beacon Bio, um die Technologie in die kommerzielle Entwicklung zu bringen. Beacon Bio wurde inzwischen von Desktop Metal übernommen.

Die PhonoGraft-Plattform wurde in präklinischen Studien an Tiermodellen validiert. Diese Studien haben gezeigt, dass bei der Heilung des Trommelfells Zellen und Blutgefäße in das biokompatible PhonoGraft-Material einwachsen. Da das Transplantatmaterial biologisch abbaubar ist, ist zu erwarten, dass es mit der Zeit durch natürliches Gewebe ersetzt wird.

„Diese Technologie hat das Potenzial, die Regeneration von Weichteilgewebe in anderen Bereichen des Körpers ‚intelligent‘ zu unterstützen“, so Black.

Die PhonoGraft-Technologie befindet sich in einem fortgeschrittenen Forschungs- und Entwicklungsstadium und ist derzeit nirgendwo auf der Welt zum Verkauf erhältlich. Black und ihr Team bei Desktop Health beabsichtigen, weitere präklinische Studien durchzuführen und die Prüfung durch die FDA zu verfolgen.

PhonoGraft: Programming the eardrum to repair itself - illustrative video not human eardrum
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David ist Redakteur bei 3Druck.com.