Beton-3D-Druck-StartUp Mobbot erhält Isabelle Musy Award

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Im Rahmen einer Zeremonie an der Ecole Polytechnique Federale de Lausanne (EPFL) erhielt Agnès Petit für die Gründung des auf Beton spezialisierten 3D-Druck-StartUps Mobbot den Isabelle Musy Award.

Diese Auszeichnung wurde im Jahr 2014 mit dem Ziel ins Leben gerufen, Errungenschaften von Frauen in den Bereichen Wissenschaft und Technologie zu würdigen. In diesem Jahr darf sich die 3D-Druck-StartUp-Gründerin Agnès Petit über den Isabelle Musy Award freuen und erhält somit ein Preisgeld von 50.000 CHF (= ca. € 42.000)

Mobbot ist ein neu gegründetes 3D-Druck-Unternehmen, welches Systeme für die additive Fertigung von Beton entwickelt und vermarktet. 3D-gedruckte Betonmischungen werden in der Welt der Bauarbeiten immer häufiger Teil des Alltags. Neben dem enormen Vorteil, Betonkonstruktionen ohne Schalung bauen zu können, stellen eine schnellere Produktionszeit sowie Gestaltungsfreiheit weitere Gründe für den Einsatz von 3D-Druck bei Bauarbeiten dar.

Nach ihrem Doktoratsstudium in Kosmochemie an der ETH Zürich begann Mobbot-Gründerin Agnès Petit bei dem Betonhersteller Holcim zu arbeiten. Nach ihrem Einstieg in diese Branche wechselte Petit zu dem Betonkonstruktions-Unternehmen Creaçeton. Hier kam der StartUp-Gründerin erstmals der Gedanke ein eigenes Unternehmen zu gründen.

„Typischerweise entwirft ein Architekt Blaupausen auf Papier und übergibt sie einer Baufirma, die wiederum 2D-Diagramme der Holzformen erstellt, die zum Gießen des Betons erforderlich sind. Das kostet viel Zeit und Ressourcen, und im Allgemeinen müssen die Formen angepasst werden Jedenfalls vor Ort: Meine Idee war, alle diese Schritte zu eliminieren und den Beton direkt abzulegen, ohne dass man Diagramme oder Formulare erstellen musste … Die für das Gießen von Beton typischen Holzformen sind zu steif und können nicht schnell zu individuellen Formen verarbeitet werden und [sind] billig. Und Formen, die mit 3D-Druck hergestellt werden, benötigen eine Menge Rohmaterialien und erzeugen erhebliche Mengen an Abfall.“

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© EPFL

Der Name Mobbot stellt die Abkürzung für mobile Roboter dar. Gewählt wurde dieser Name, da der Erfolg des StartUps auf Robotertechnologien basiert. Bei Mobbots Technologie werden Roboter programmiert, um spezielle Konfigurationen oder Hindernisse zu berücksichtigen. So ist es einem Roboterarm möglich Beton genau an den Abmessungen einer Baustelle zu extrudieren.

Zwar gibt es ähnliche Technologien auf dem Markt, jedoch bietet Petits StartUp zusätzlich ein fortschrittliches neues Abscheidungssystem sowie eine spezifische Betonzusammensetzung. Weitere Details werden bis zur Genehmigung des Patents geheim gehalten.

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