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Copyright Diskussion um 3D Drucker

Makerbots Thingiverse könnte sich bald zum “Piratebay”  der materiellen Welt entwickeln. Zumindest beginnen bereits die ersten Diskussionen rund um das Thema Copyright.

Anlass dazu ist das sogenannte “3D Penrose Triangle” von Ulrich Schwanitz, der angibt diese spezielle Form entwickelt zu haben und dadurch einen urheberrechtlichen Schutz im Zuge des “Digital Millennium Copyright Act” zu genießen.
Er droht nun der Platform Thinigverse mit einer Klage, sollte diese die 3D Publikation, erstellt von dem Designer Artur Tchoukanov, nicht entfernen. Brisantes Detail des Streits ist die zuvor von Schwanitz selbst behauptete Unmöglichkeit einer materiellen Realisierung der Konstruktion. Tchoukanov bewies mit seiner illegalen(?) Veröffentlichung nun das Gegenteil und löste somit den ersten Copyright Streit rund um 3D Drucker aus.

Auch andere Puplikationen wie dieses 3D Brettspiel, eine Kopie von “Settlers of Catan” sorgt bereits für Diskussionen. 3D Drucker Besitzer können sich nun eine vollständige und kostenlose Version des original Spiels runterladen und selbst Drucken, ohne dass der Erfinder davon profitiert.

Ob sich dieser Streit tatsächlich zu einer Klage entwickeln wird, ist noch nicht sicher. Fest steht jedoch, dass sich der Gesetzgeber in naher Zukunft mit der Regulierung von materiellen Urheberrechtsverletzungen und der Produktion von illegalen Produkten auseinandersetzen und geeignete gesetzliche Rahmenbedingungen schaffen muss.

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