Defense Distributed kämpft vor Gericht für 3D-gedruckte Waffen

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Die amerikanischen Gesetze für den Besitz und Umgang mit Waffen werden häufig kontrovers diskutiert. Seitdem es 3D-gedruckte Waffen gibt, hat auch der Streit über sie zugenommen. Seit kurzem kämpft Defense Distributed vor Gericht für 3D-gedruckte Waffen.

Im Bundesstaat Texas ist der Streit um die 3D-gedruckten Waffen eskaliert. Ein Gericht hatte entschieden, dass Defense Distributed Dateien von der Website entfernen muss. Die Dateien enthielten alles was notwendig war, um 3D-gedruckte Waffen zu erschaffen. Begründet wurde dies durch die internationale Waffenverkehrsordnung.

Doch in Amerika ist es legal Waffen für den Privatgebrauch selbst zu produzieren. Auf dieser Basis argumentiert Defense Distributed und legt Einspruch gegen das Urteil ein. Der Gründer von Defense Distributed, Cody Wilsion, hat daher auch eine Partnerschaft mit Second Amendment Foundation (Pro-Waffen Organisation) geschlossen.

Das State Department, das die Entfernung der Dateien erwirkt hat, wiederum argumentiert, dass diese Dateien in den meisten Ländern der Welt illegal sind.

Eine ähnliche Auseinandersetzung hat es auch schon vor Jahren gegeben. 2012 hatte Cody die 3D-gedruckte Waffe Liberator erstmalig vorgestellt. Bevor die Datei damals entfernt wurde, wurde sie über 100.000 mal heruntergeladen. Später wurde bekannt, wie gefährlich 3D-gedruckte Waffen eigentlich sind. Die Waffen aus Kunststoff können relativ einfach durch Sicherheitskontrollen geschmuggelt werden. Zudem haben Tests gezeigt, dass die Waffen auch für den Schützen gefährlich sind. 

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