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LM Industries als weltweit erster digitaler OEM

Local Motors, ein US-amerikanischer Automobilhersteller, sowie das Entwicklungs-Unternehmen Launch Forth verkündeten nun die Fusionierung der beiden Unternehmen. Fort an bekannt unter dem Namen LM Industries, möchte das Unternehmen 3D-Technologien und ähnliche nutzen, um neuartige sowie qualitativ hochwertige Produkte zu realisieren.

Dass Local Motors und Launch Forth gut harmonieren und zusammenarbeiten, stellten die beiden Unternehmen schon in einem vergangenen Projekt unter Beweis. Im Jahr 2017 kollaborierte der Automobilhersteller bereits mit Launch Forth, um einen autonomen Kleinbus namens “Olli” mit dem Einsatz additiver Fertigung zu realisieren. Um solche Projekte auch in Zukunft gemeinsam durchführen zu können, schlossen sich die beiden Unternehmen nun zu einer Muttergesellschaft zusammen.

Das durch die Fusion entstandene Unternehmen, genannt LM Industries, möchte sich nun als weltweit erster digitaler Original Equipment Manufacturer (OEM) präsentieren, der Produkte “auf eine ganz neue Art und Weise auf den Markt bringen will”. Vor allem sollen 3D-Technologien sowie ähnlich fortschrittliche Technologien zum Einsatz kommen, um vorhandene Produkt-Konzepte in weniger als einem Jahr in die Realität umzusetzen. Um diesen Plan durchführen zu können erhält LM Industries überdies Unterstützung einer globalen Designer-Gemeinschaft. Vorwiegend sollen nur kleine, jedoch qualitativ sehr hochwertige Produktserien in agilen Mikrofabriken gefertigt werden.

Auch konnte das Unternehmen bereits jetzt einige Kunden, zu welchen Airbus, Allianz Group und die United States Marine Corps zählen, gewinnen. Mit der Gründung dieser Muttergesellschaft möchte LM Industries ein Zeichen setzen und traditionelle Massenproduktion durch qualitativ hochwertige Kleinserienfertigung mit hoher Geschwindigkeiten ersetzen. Hauptsächlich wird das neue Unternehmen Produkte für die Bereiche Mobilität, Zugänglichkeit sowie Transportwesen herstellen.

John B. Rogers

“Massenproduktion ist ein Relikt einer vergangenen Ära. Wir sind mitten in einer Mobilitätsrevolte, in der die gegenwärtigen Transportmittel nicht nachhaltig sind und nicht mit den sich schnell ändernden Verbraucherpräferenzen übereinstimmen “, sagte LM Industries CEO und Mitbegründer John B. Rogers, Jr. “Wir können die Produkte nicht mehr so produzieren, wie wir es gewohnt sind. Die Welt bewegt sich zu schnell, als dass die traditionelle Fertigung Schritt halten könnte. LM Industries hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Massenproduktion in Mikrofertigung umzuwandeln, um dem neuen Tempo der Technologie und den sich schnell ändernden Verbraucherbedürfnissen gerecht zu werden.”

Schon seit einiger Zeit arbeitet die Allianz Group mit Local Motors zusammen, um den autonomen Kleinbus “Olli” in diversen Städten einzusetzen sowie neue Mobilitätslösungen zu entwickeln. Weiters kooperiert Allianz mit Launch Forth, um auf die Zukunft der Mobilitätsversicherung hinzuarbeiten. Um diese Zusammenarbeit nicht zu unterbrechen, wird Jean-Marc Pailhol, Leiter des globalen Marktmanagements und -vertriebs bei der Allianz Group, nun dem LM Industries-Vorstand beitreten. Mit diesem Beitritt möchte Pailhol vor allem strategische, globale Partnerschaften fördern sowie bei der künftigen Produktentwicklung unterstützen.

“Weil sie von Umweltverschmutzung und Verkehrsbeschränkungen geplagt werden, werden die Großstädte die bahnbrechenden Mobilitätsprodukte wie autonome oder fliegende Fahrzeuge für den öffentlichen Verkehr als erste akzeptieren und umsetzen”, sagte Pailhol. “LM Industries prüft alle Kästchen mit seinen Produkteigenschaften: 100% elektrisch, 100% autonom, 100% verbunden und 90% 3D gedruckt mit der Fähigkeit, in Mikrofabriken in der Nähe größerer Städte zu produzieren. In Zukunft wird ein großer Teil des Mobilitätsmarktes von kleinen Fabriken eingenommen, die Lösungen in der Nähe der Städte, in denen sie benötigt werden, anbieten. LM Industries hat einen echten Wettbewerbsvorteil, da es den anderen AV-Herstellern einen Schritt voraus ist und mit seinen Mikrofabriken ein echtes Wertversprechen hat. Als ich Jay Rogers vor fast zwei Jahren traf, erkannte ich schnell die Relevanz seines Wertversprechens von Co-Creation über Mikrofertigung bis hin zu Mobilitätslösungen wie Olli. “

Auch die Marine Corps zählen zu einem neuen Kunden von LM Industries. Im Rahmen dieser Partnerschaft sollen modulare Logistikfahrzeuge sowie ein unbemanntes Frachtsystem entwickelt werden.

“LM Industries hat sich als agiler, anpassungsfähiger und innovativer Partner bei der Entwicklung unserer hybriden Logistik-Vision erwiesen”, sagte Generalleutnant Michael G. Dana, stellvertretender Kommandant für Installation und Logistik. “Mit der Initiative Launch Forth entwickeln wir dringend benötigte logistische Fähigkeiten für Expeditionsoperationen des 21. Jahrhunderts. Indem wir die Kraft der Co-Creation nutzen, werden wir schnell zeitkritische, bedarfsgesteuerte Fähigkeiten für unsere Marines entwickeln.”

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