Home Medizin TU Wien arbeitet an Herzpumpe aus dem 3D-Drucker

TU Wien arbeitet an Herzpumpe aus dem 3D-Drucker

Die Technische Universität Wien (TU) arbeitet gemeinsam mit der Medizinischen Universität Wien (MU) und dem Unternehmen Lithoz, an einem verbesserten keramischen Herzpumpsystem, dass mithilfe von 3D-Druckverfahren erzeugt werden soll.

Das neue Herzpumpsystem Assistocor, soll Patienten über kritische Phasen, etwa nach einem Herzanfall, helfen. Auf Basis eines neuen Verfahrens welches vom Unternehmen Lithoz entwickelt wurde, soll der komplexe Aufbau des Gerätes nun dank 3D-Drucktechnologie auch aus Keramik möglich sein. Bisher boten keramische Materialien eine zu geringe Festigkeit für solche Anwendungen an. Dem Unternehmen Lithoz ist es nun gelungen, über 3D-Druckverfahren gleiche Festigkeitswerte zu erreichen, wie bei anderen keramischen Formgebungsmethoden.

„Assistocor verfügt über einen pneumatischen Antrieb. Eine Mikroturbine wird durch extern zugeführtes Helium angetrieben, die Anbindung an die eigentliche Pumpe erfolgt über eine Magnetkupplung. Antrieb und Pumpe sind hermetisch voneinander getrennt. Auch die intra-aortale Ballonpumpe kann direkt in das System integriert und über den gleichen Zugang mit Helium versorgt werden, was die Gesamtkonstruktion effektiv zu einem 2-in-1-System macht. Die Zufuhr des Heliums erfolgt durch die Haut über die Beinarterie. Die Pumpe, die das Herz-Lungen-System unterstützt, ist maximal für einen Zeitraum von sieben Tagen in Betrieb.“

Im Gegensatz zu gängigen Produkten, soll Assistocor wie auch das bereits existierende Gerät „Tiny Heart Catheter Pump with Air Propulsion“ über eine geringere Wärmeentwicklung verfügen und auch die Zufuhr einer Glocoselösung als Schmiermittel unnötig machen. Beides Faktoren die einen negativen Einfluss auf den bereits geschwächten Kreislauf nehmen können.

Tierversuch Tests stehen derzeit zwar noch aus, das Unternehmen hat jedoch bereits fünf Patentanträge eingebracht und plant das neue System künftig an spezialisierte Krankenhäuser und Kliniken zu vertreiben.

Die TU-Wien sorgte bereits mit zwei anderen 3D-Druck Projekten für Schlagzeilen. Neben dem kleinsten 3D-Drucker der Welt, entwickelten die Wissenschafter auch einen den Nano 3D-Drucker.

Links:

via Pressetext, derStandard
(c) Picture: Antriebsturbine Lithoz/Manfred Spitzbart

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