Umfrage: 47% der Maschinenbau-Unternehmen setzen auf additive Fertigung

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Im Rahmen einer aktuellen Umfrage des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) stellte sich nun heraus, dass die Bedeutung des 3D-Drucks mit Metall und Kunststoff für Hersteller der deutschen Maschinenbau-Branche immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Häufig nutzen Unternehmen Kunststoff-3D-Druck als Einstieg in die Welt der additiven Fertigung. Immer häufiger gehen diese Unternehmen in weiterer Folge zu Metall-3D-Druck über. Die neueste Umfrage des VDMA stellt dies nun unter Beweis und zeigt, dass knapp 50 Prozent der befragten Unternehmen 3D-gedruckte Bauteile nutzen oder gar eigene 3D-Drucker einsetzen. Die Nachfrage bezüglich Herstellungsprozessen mit Bezug auf 3D-Drucktechnologien steigt stetig, besonders im Bereich des Prototyping.

Rainer Gebhart, Leiter der Arbeitsgemeinschaft, kommentiert, dass es sich in den meisten Fällen um eher kleine Investitionen handelt, jedoch zeigen einige Unternehmen größere Bemühungen und investierten teils bis in den sechsstelligen Bereich. Weiters ist ein Anstieg bei Forschungen und Entwicklungen der Kunststoff- und Metallfertigung mit Bezug auf 3D-Drucktechnologien zu beobachten.

Die VDMA-Umfrage zeigt nun, dass 50% der Unternehmen bereits Kunststoff-3D-Druck nutzen, während 25% der befragten Unternehmen auf 3D-Druck mit Metall zurückgreifen. Weiters ergab diese Umfrage, dass 50% der Unternehmen der Maschinenbau-Branche 3D-Druck für den Bereich des Prototyping nutzen. Die restlichen 50% setzen additive Fertigung für Anwendungen wie Werkzeugherstellung, Ersatzteile oder auch Serienproduktion ein.

Umfrage 47 der Maschinenbau Unternehmen setzen auf additive Fertigung - Umfrage: 47% der Maschinenbau-Unternehmen setzen auf additive Fertigung
Antworten auf die Frage „Haben Sie bereits mit AM als
Fertigungsverfahren zu tun?“
© VDMA

Seltener wird mittlerweile der 3D-Druck-Service durch Dritt-Anbieter genutzt. Wie die VDMA-Umfrage nun zeigt, setzen Unternehmen häufiger auf interne Fertigungsverfahren anstatt Dritte hinzuzuziehen. In Bezug auf Metall-3D-Druck wird der Dritt-Anbieter-Service jedoch noch stärker genutzt, da Unternehmen meist erst nach erfolgreichen Entwicklungen mit Dritten zur eigenen Fertigung übergehen.

Neben dieser neuen VDMA-Studie untersucht auch der Digitalverband BITKOM den Einsatz des 3D-Druck in der deutschen Industrie. In dieser BITKOM-Studie stellte sich heraus, dass bereits 27% der deutschen Industrie-Unternehmen eigene 3D-Drucker einsetzen, während additive Fertigung im Bildungssektor nur wenig Beachtung findet.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die additive Fertigung in der deutschen Industrie weiterentwickelt.

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