Waffe aus dem 3D-Drucker kann nun mehr als 600 Schüsse abgeben

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Das umstrittene Projekt geht weiter: Die 3. Generation des 3D-gedruckten „lower receivers“ einer AR-15 Maschinenpistole, ist nun deutlich stabiler als seine Vorgänger.

Neue Nachrichten aus der Welt der Waffen aus dem 3D-DruckerDefense Distributed, eine Vereinigung die Open Source Waffen herstellen möchte, vermeldet einen weiteren „Erfolg“. Die 3. Generation eines „lower receivers“ einer AR-15 Maschinenpistole hält nun mehr als 600 Schuss stand. Der „lower receiver“ bezeichnet den Mittelteil einer Waffe, der laut Waffengesetze als registrierungspflichtige Teil gilt und nur kleineren mechanischen Einflüssen ausgesetzt ist. Mithilfe dieses Teils sowie frei erhältlichen Waffen Ersatzteilen (Lauf, Magazin, etc.), ist es vielerorts möglich eine  komplette Waffe an dem Gesetzgeber vorbei zu Erstellen. Ein Umstand der in den letzten Monaten zu heftigen Diskussionen führte.

DefDist Printed AR Lower – Part III

Die zweite Version des lower receivers, der vor wenigen Monaten präsentiert wurde, konnte bereits 6 Schüsse abgeben, bevor das Teil aufgrund der mechanischen Einflüsse zerbrach. Mit der Fähigkeit von mehr als 600 Schuss, ist die aktuellste Version hingegen klar als funktionsfähig einzustufen. Der stabilere Prototyp wurde mithilfe eines SLA 3D-Druckers erzeugt und könnte laut Hersteller auch mehr als 1000 Schuss überstehen. Eine ABS Version die mithilfe eines Dimension SST 3D Druckers erzeugt wurde, hielt hingegen „nur“ 88 Schuss. Diese Version könnte theoretisch auch auf „Consumer 3D-Drucker“ hergestellt werden.

Aufgrund der derzeit stattfindenden Diskussion und den unklaren rechtlichen Bedingungen, veröffentlichte Defense Distributed vorerst keine druckbare Bauanleitung.

(c) Picture: Defense Distributed