X-FAB: US-Marine evaluiert Einsatz von mobilen 3D Fab Labs

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Das United States Marine Corps (USMC) sucht nach Möglichkeiten um die Additive Fertigung für den Einsatz bei Expeditionen fit zu machen. Dazu wurde X-FAB entwickelt – ein mobiles 3D-Druck-Labor das zukünftig von den Instandhaltungseinheiten der US-Marine eingesetzt werden soll.

X-FAB besteht aus einem 6×6 Meter großem zusammenklappbaren und somit transportoptimierten Container, der neben vier 3D-Druckern auch mit einem 3D-Scanner und CADSoftware-Systemen ausgestattet ist. In diesem 3D Fab Lab sollen benötigte Ersatzteile innerhalb kürzester Zeit vor Ort gefertigt werden. Seit vergangenem Juli testet das Installations- und Logistikteam der Marine zusammen mit Maschinisten einen Prototyp des X-FAB.

„Die Additive Fertigung ist perfekt für die Missionen unserer Maschinisten-Teams,“ erklärt Ed Howell, Programmdirektor für Versorgungs- und Instandhaltungssysteme. „Wir wissen noch nicht wohin uns diese Technologie führen wird, aber wir sehen dies als eine große Chance um herauszufinden, was die Marines darüber denken und um die Umsetzbarkeit von 3D-Druck für Instandhaltungsausrüstung zu evaluieren.“

Derzeit setzt die Marine sogenannte Shop Equipment, Machine Shops (SEMS) ein, eine Art mobile Maschinenwerkstatt, die mit Geräten wie Fräs- und Drehmaschinen ausgestattet ist, um Reparaturen an beschädigten Fahrzeugen, Waffen und anderer Ausrüstung vor Ort durchzuführen. X-FAB soll ergänzend zu den bestehenden SEMS zum Einsatz kommen.

„Wir möchten diese Möglichkeit ausschöpfen, da sie das Potential hat die Lieferzeit von Teilen zu verkürzen. Anstatt Wochen oder Monate auf ein Ersatzteil zu warten, können unsere Maschinisten benötigte Teile noch am selben Tag fertigen,“ fügt Sgt. Carlos Lemus hinzu.