3D-gedruckte Koreallenskelette sollen vom Aussterben bedrohte Riffe retten

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Die 23-jährige Jessica Gregory aus Wales hat mit ihrem Coralise 3D-Druck-Projekt eine innovative Mission zur Rettung der vom Aussterben bedrohten Korallenriffe gestartet. 

Auf den von Gregory konstruierten, 3D-gedruckten Skeletten sollen sich Korallentiere ansiedeln und wieder vermehren, um so ganze Riffe vom Aussterben zu bewahren.

Steinkorallen bilden durch die Einlagerung von Kalk Skelette, durch die Korallenbänke oder -riffe entstehen, da das Skelettmaterial ständig von lebendem Gewebe überwuchert wird. Da es aber durch die globale Erwärmung immer häufiger zu lang andauerndem höheren Temperaturen des Meerwassers kommt, produzieren die in Symbiose mit den Korallen lebenden Algen Giftstoffe. Nach dem Abstoßen der Algen sterben die Korallen sofort ab und es bleibt lediglich das weiße Kalkmaterial bestehen. Zudem droht weitere Gefahr durch die Versauerung der Meere sowie coliforme Bakterien von Fäkalien, was die Bildung neuer Kalkschalen hemmt.

„Korallen sind komplexe und fragile Organismen,“ erklärt Gregory, die derzeit globales Innovationsdesign am Imperial College London und dem Royal College of Art studiert. „Sie sind sowohl für die Menschheit als auch den Planeten sehr wichtig – ein Korallenriff ist eines der fassettenreichsten Ökosysteme der Welt. Durch menschliche Faktoren wie Verschmutzung, Klimawandel und Sedimentation könnten 30% der bestehen Riffen in den kommenden 30 Jahren verschwinden, zusätzlich zu der großen Anzahl an Riffen die bereits ausgestorben sind.“

Mit dem Coralise Projekt in Zusammenarbeit mit dem Naturschützer Fabien Cousteau soll vorwiegend das Sterben junger Korallen gestoppt werden. Die 3D-gedruckten Strukturen, die natürlich vorkommenden Skeletten ähneln, bieten Schutz für Jungkorallen, die sich darauf ungestört entwickeln können. Erste Tests von Coralise sind vielversprechend – das Projekt kann hier weiter verfolgt werden.