Home 3D Objekte Australischer Para-Triathlet geht mit 3D-gedrucktem Handschutz an den Start

Australischer Para-Triathlet geht mit 3D-gedrucktem Handschutz an den Start

Triathlet Scott Crowley aus Australien ist vergangenes Wochenende erstmals mit seinem 3D-gedruckten Handschuh beim Para-Triatholon der Gold Coast 2018 Commonwealth Games an den Start gegangen. 

Der auf den Rollstuhl angewiesene Sportler war bislang auf einen selbst hergestellten Schutz zum Antrieb der Räder angewiesen, welcher seine während des Rennens stark beanspruchten Hände schützt. Für seine bisherige Lösung hat Crowley Kunststoff zu Hause im Ofen geschmolzen und seine Hände zum Formen verwendet. Dies führte allerdings nicht immer zu passenden Ergebnissen und das verwendete Material schmilzt bei hohen Temperaturen leicht.

Individuell angepasster Handschuh dank 3D-Druck

Als Corwleys Frau jedoch Zugang zum ThincLab der University of Adelaide erhielt, kam die Idee 3D-Drucktechnologie für die Herstellung des speziellen Rennhandschuhs einzusetzen. Hier kam Morgan Hunter ins Spiel, Leiter des ThincLab 3D Studios und verantwortlicher Techniker für die dort eingesetzten 3D-Drucker.

Gemeinsam mit dem Sportler hat Hunter begonnen an dem Projekt zu arbeiten. Dabei wurde die Form für den Handschutz zuerst aus Ton modelliert und mittels 3D-Scanner digital erfasst. Basierend auf diesen Daten, sowie 3D-Scan-Daten des ursprünglichen Handschuhs, entstand ein 3D-Modell. Bis zum Endresultat mussten jedoch immer wieder einige Anpassungen vorgenommen werden – dank 3D-Druck kein Problem. Das Ergebnis waren perfekt auf die Form und Größe seiner Hände angepasste Schutzhandschuhe aus einem Carbonfasermaterial ummantelt mit Gummi.

“Dies ist der erste 3D-gedruckte Handschuh, den ich jemals besessen habe,” sagt Crowley. “Er ist speziell auf meine Hand angepasst, sehr leicht und trotzdem sehr stabil sowie einheitlich. Es ist wichtig eine gleichbleibende Form zu erhalten.”

Bild: University of Adelaide

Laut Crowley sind die 3D-gedruckten Handschuhe perfekt im Einsatz, besser als die bisherige Lösung.

“Dieses Projekt ist ein großartiges Beispiel dafür, wie das ThincLab dazu in der Lage ist, seine Expertise nicht nur im Bereich Design sondern auch des Prototyping einzusetzen um Probleme zu lösen,” fügt Hunter hinzu.

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