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Deep Facade: experimentelle Metallfassade aus 3D-gedruckten Sandformen

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Im Rahmen eines einjährigen Programms entwickelten Forscher der ETH Zürich mit dem Einsatz von Computergestütztem Design in Kombination mit 3D-gedruckten Sandformen eine experimentelle Metallfassade mit dem Namen „Deep Facade“.  

Schon seit Jahren zählt die ETH Zürich zu einem wichtigen Forschungspartner in der Welt der additiven Fertigung. Ob es sich nun um ein 3D-gedrucktes, schlagendes Silikonherz, um mit Robotern 3D-gedruckte Häuser oder doch um 3D-gedruckte Mikro-Metall-Strukturen handelt, die ETH Zürich stellte ihr Geschick im Bereich des 3D-Drucks schon oft unter Beweis.  

Auch in diesem Jahr präsentierten Forscher des MAS Digital Fabrication Teams der ETH Zürich eine weitere Innovation. Bei dieser handelt es sich um eine experimentelle Metallfassade namens Deep Facade, welche mit Computergestütztem Design sowie 3D-gedruckten Sandformen realisiert wurde. Bestehend aus 26 einzelnen Komponenten und eine Höhe von 3,5 Metern, verbindet Deep Facade „die geometrische Freiheit des 3D-Drucks mit den strukturellen Eigenschaften von Gussmetall“, um neue Möglichkeiten in der Architektur zu entdecken.  

Diese Metallfassade wurde im Rahmen des einjährigen Projekts Master of Advanced Studies ETH in Architecture und Digital Fabrication (MAS ETH DFAB) entwickelt. In nur zwei Monaten gelang es den Forschern „Deep Facade“ zu realisieren. Innerhalb des MAS ETH DFAB Programms werden Computerdesign, Roboterfertigung sowie 3D-Druck für das Bauwesen erforscht.  

Deep Facade experimentelle Metallfassade aus 3D gedruckten Sandformen2 - Deep Facade: experimentelle Metallfassade aus 3D-gedruckten Sandformen

MAS ETH DFAB folgt überdies einem anderen übergreifenden Projekt der Universität. Unter dem Namen „Digital Metal“ werden innerhalb dieses Projekts große Aluminium-Metallteile mit 3D-gedruckten Sandgussformen realisiert. Hierfür werden Computertechniken, welche generative Designs erzeugen, eingesetzt, um die Metall-Komponenten auf Basis von vorher festgelegten Parametern wie beispielsweise maximale Kantenlänge oder auch minimalem Abstand zwischen Linien herzustellen.  

In Kooperation mit der Schweizer Gießerei Christenguss AG sowie dem Druckgussspezialisten DGS Druckguss Systeme und dem 3D-Druckerhersteller ExOne konnte die ETH Zürich „Deep Facade“ entwickeln. Mit dem Digital Metal-Projekt hofft die ETH Zürich nun, „alte Techniken“ wieder aufleben zu lassen, wie ETH Seniorforscherin Mania Aghaei Meibodi kommentiert: 

„Mit unserem Ansatz, 3D-gedruckte Formen zu verwenden, machen wir es wieder möglich, maßgeschneiderte Strukturteile aus Metall herzustellen – Teile mit bisher unerreichter Detailtreue und geometrischer Komplexität.“

ETH Zurich casts intricate metal facade in a 3D-printed mould

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