Designfirma id.arts realisiert Minuatur-Küche mit FDM, SLS und SLA

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Das japanische Design- und Produktentwicklungs-Unternehmen id.arts präsentierte kürzlich eine 3D-gedruckte, äußerst realistische Miniatur-Küche, genannt „simulation model“. Diese zeichnet sich neben ihrem hochkarätigen Aussehen vor allem durch die Vielzahl an verwendeten 3D-Druckprozessen aus. 

Zwar sind 3D-gedruckte Miniatur-Objekte längst keine Seltenheit mehr, jedoch wurde bisher kaum ein so detailliertes 3D-Druckstück produziert. Momentan ist noch nicht bekannt aus welchen Gründen id.arts die Mini-Küche kreiert hat, allerdings wird vermutet, dass die Designfirma ihre Kompetenz in Bezug auf (Innen-)architektonische Simulationen mit diesem Projekt zeigen möchte.  

Um „simulation model“ zu erschaffen, nutzte id.arts diverse additive Fertigungstechnologien. Verschiedene Küchenteile wie das Waschbecken, Armaturen, die Küchenzeile, etc. wurden mit 3D-Druckprozessen wie FDM, SLA, SLS oder auch Inkjet realisiert.

Nach eigener Aussage hatte das Design-Unternehmen Probleme mit dem 3D-Druck plattenförmiger Teile wie Tischplatte, Tür und Zähler, da diese beim Verkleinern und -größern häufig zerstört werden.

„Bei id.arts haben wir unser einzigartiges Know-how genutzt, um Warping und Verzerrung drastisch zu reduzieren“, erklärt das Unternehmen.  

Das 3D-gedruckte Küchenmodell wurde im Maßstab 1:10 geschaffen und besitzt neben einer klassischen Kücheneinrichtung einige 3D-gedruckte Miniatur-Möbel sowie 2D-Plattenfußböden. Diese zusätzlichen Komponenten sollen künftigen Kunden die Chance geben, deren Küchenarchitektur sowie den Raumfluss zu optimieren.

„Seit vielen Jahren erforscht id.arts Techniken, um 3D-Daten als effektives Asset anzuwenden. Wir haben an mehreren Entwicklungen für große japanische Heim- und Baustoffhersteller gearbeitet. Das 3D-Druckküchenmodell, das wir hier vorstellen, ist eine dieser Entwicklungen „, erzählt id.arts in einer Pressemitteilung. 

Die Tischplatten sowie Zähler wurden mit selektive Laser sintering (SLS) hergestellt. Dies bedeutet, dass ein Laser genutzt wird, um Nylonpulver zu sintern. So entsteht Schicht für Schicht das gewünschte Objekt. Mit dieser Methode war id.arts laut eigener Aussage in der Lage, Objekte, die länger als 30 cm sind, ohne jegliche Verzerrung 3D zu drucken.

Die detaillierten Armaturen wurden mit dem Formlabs Form 2 SLA 3D-Drucker realisiert. Alle weiteren Möbelstücke wurden mit einer Kombination aus verschiedenen 3D-Druckverfahren hergestellt.

„Wir entwickeln und bieten auch Herstellern nicht nur 3D-Druckmodelle, sondern auch nützliches Zubehör mit 3D-Drucktechnologie wie kleine Innenausstattung, Dekorationen und Tischlerei“, betont das Design-Unternehmen.