Home 3D Objekte Festo entwickelt robotische 3D-Fledermaus-Replik „BionicFlyingFox“

Festo entwickelt robotische 3D-Fledermaus-Replik „BionicFlyingFox“

Im Rahmen einer Experimenten-Serie für Robotikdesign stellte das deutsche Elektronik-Unternehmen Festo eine robotische Replik einer Flying Fox, der weltweit größten Fledermausart, mit dem Einsatz von 3D-Drucktechnologien her. 

Immer häufiger lässt sich der Einfluss der Tierwelt auf die Robotik-Branche beobachten. Erst vergangene Woche erreichten uns Nachrichten über den 3D-gedruckten fischähnlichen Unterwasser-Roboter „SoFi“. Auch das deutsche Elektronik-Unternehmen Festo nahm sich bei dem 3D-Druck des neuen BionicFlyingFox, eine robotische Replik einer Fledermaus, ein Beispiel an der Natur.

Schon seit geraumer Zeit experimentiert Festo mit der Herstellung von naturgetreuen Elektronikgeräten in Verbindung mit Aerodynamik im Robotikdesign. Während dieser Experimente entstand unter anderem auch eine Roboter-Fledermaus mit dem Namen BionicFlyingFox, bestehend aus Elastan-Gewebe sowie 3D-gedruckten Komponenten. Dank dem Einsatz von 3D-Drucktechnologien in der Herstellung konnte die Struktur detailliert nach dem aerodynamischen Körper einer Flying Fox, der weltweit größten Fledermausart, 3D-gedruckt werden.

In der Natur nutzt diese Fledermausart seine Flügel, bestehend aus einer feinen, leichten und elastischen Substanz, und auch die Finger zum Fliegen und Lenken. Im BionicFlyingFox, der 3D-gedruckten Roboter-Version dieser Fledermaus, kommen Carbonstäbe zum Nachbau des Körpers zum Einsatz, während die effektive Bewegungsweise durch 3D-gedruckte Komponenten sowie Elastan-Gewebe als Flügelersatz gegeben wird.

Mit einer Spannweite von mehr als sieben Fuß (= 228 cm) und einer Länge von drei Fuß ( = 87 cm) ist der fertige BionicFlyingFox mit einem Gewicht von 580 Gramm verhältnismäßig leicht. Auch die knapp 45.000 Schweißpunkte spiegeln die Komplexität sowie das außerordentliche Design der Roboter-Fledermaus wieder.

Ein weiteres besonderes Merkmal ist die Flugweise der Fledermaus-Replik. Grundsätzlich fliegt der BionicFlyingFox Dank einer integrierten Infrarotkamera semi-autonom. Gesteuert werden muss der Roboter lediglich beim Start sowie bei der Landung.

„Damit sich der BionicFlyingFox in einem definierten Raum semi-autonom bewegen kann, kommuniziert er mit einem Motion-Tracking-System. Die Installation erfasst ständig ihre Position. Eine Person führt den Start und die Landung manuell durch. Der Autopilot übernimmt im Flug,“ erklärt ein Festo-Sprecher.

Festo – BionicFlyingFox (English/Deutsch)

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