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Forscher erzeugen 3D-Scans von Gesichtern von 6.000 Freiwilligen

Forscher des Imperial College London und des London’s Royal Free Hospital haben sich zusammen getan um insgesamt 6.000 Gesichter von freiwilligen zu scannen. In Zukunft kann die damit erzeugte Datenmenge möglicherweise für plastische Chirurgie eingesetzt werden.

Plastische Gesichtsrekonstruktion wird nach Unfällen oder Krankheiten eingesetzt, bei denen die Form des Gesichtes deutlich beschädigt wurde. Die Forscher haben für ihr Projekt die Gesichter von 6.000 freiwilligen gescannt – dabei wurde vor allem auf große Vielfalt wert gelegt. So wurden die Gesichter von Personen verschiedenen Alters, Herkunft und verschiedener Gesichtsformen digital gespeichert.

Für das Projekt wurden die Gesichter mit verschiedenen Emotionen aufgenommen, wodurch die Daten noch besser für plastische Chirurgie eingesetzt werden könnten. Doch es wird noch einige Jahren dauern bist solche Scan wirklich angewandt werden können, sagt Dr. Allan Ponniah.

What we are aiming for is to develop bespoke 3D face models that act as a roadmap for facial reconstruction procedures. We are still a few years away from using this procedure in surgery, but it shows real promise.

Um den Datensatz in Zukunft weiter auszubauen, wurde ein 3D-Scanner am Eingang des Science Museum aufgestellt. Personen die ihr Gesicht freiwillig digital vermessen lassen, werden dann gebeten 6 verschiedenen Gesichtsausdrücke zu zeigen.

In Zukunft sollen dann Patienten, die eine Gesichtsrekonstruktion benötigen, über verschiedener Merkmale ein passendes 3D-gescanntes Gesicht (oder eine Mischung aus mehreren Gesichtern) zugewiesen werden und anhand dieser Daten die plastischen Eingriffe geplant und durchgeführt werden. Ein weiteres Ziel liegt darin, Patienten nach einem Unfall wieder ihre ursprüngliche Gesichtsform zurück zu geben – möglich werden soll das durch Videoaufnahmen, aus denen dann ein 3D-Modell des Gesichtes errechnet werden kann.

Auch für Historiker ist der stätig wachsende Datensatz interessant, sie wollen in Zukunft 3D-gescannten Schädelknochen ein passendes Gesicht verleihen – die Daten dafür sollen ebenfalls von den 3D-gescannten Gesichtern der vielen Freiwilligen kommen.

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Dominik studiert derzeit Wirtschaftsinformatik an der TU-Wien. Seit mehreren Jahren beschäftigt er sich mit neuartigen Technologien und speziell mit 3D-Druck. In seiner Freizeit beschäftigt sich Dominik außerdem mit Embedded-Systems sowie deren Programmierung und ist außerdem ehrenamtlich bei mehreren Organisationen tätig.