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Ingenieurstudenten schaffen Elektro-Rennwagen aus fünf 3D-gedruckten Bauteilen

Im Rahmen des Formula Student-Wettbewerbs 2017 bauten Ingenieurstudenten der technischen Universität von Darmstadt einen Elektro-Rennwagen, welcher aus fünf ultraleichten 3D-gedruckten Bauteilen sowie einer Lenkwelle aus einer speziell-angefertigten Aluminiumlegierung besteht. Das TU Darmstadt Racing Team (DART) schaffte es somit, dass die Lenkwelle des Rennwagen um 50% leichter ist als im Vorjahres-Modell, dem Lambda2016.  

Neben seinem Ansehen in Studentenrenn-Kreisen ist der Formula-Student-Wettbewerb in erster Linie ein internationaler Bauwettbewerb. An diesem Wettstreit nehmen jährlich knapp 600 Universität aus 20 verschiedenen Ländern teil, um mit deren selbst entworfenen und gebauten Rennwagen gegen einander anzutreten. Das DART-Team feierte über die letzten 11 Jahren bereits mehrere Erfolge in dieser Renn-Serie.

Die 3D-gedruckte Lenkwelle des diesjährigen Elektro-Rennwagens wurde von der Heraeus-Gruppe  geschaffen und stellt den Kern des Autos dar. Mit ihrem Gewicht von nur 300 Gramm sowie der speziellen Aluminiumlegierung verschaffte die Lenkwelle den Ingenieuren schon einige Preise.

3D-gedruckte Lenkwellen (rot) © Heraeus

„Wir haben das Bauwerk komplett neu gestaltet und es immer wieder durch Simulationen optimiert, um die maximale Gewichtsreduktion zu erreichen – die Kombination von Materialien und Baubewilligung mit Druck-Know-how war entscheidend für die Erreichung dieses ehrgeizigen Ziels“, erzählt Tobias Caspari, Leiter der Heraeus Additive Manufacturing

Mit diesen Spezifikationen stellen die Ingenieure der TU Darmstadt in diesem Jahr eine große Konkurrent dar. Wichtiger als der Sieg ist es für die Studenten jedoch das Lernen. Vertreter von Heraeus sind der Überzeugung, durch deren 3D-Drucke eine wesentliche Rolle beim Erfolg des DART-Teams im Formula-Student-Wettbewerb spielen.

„Der Formula Student [Wettbewerb] ist ein gutes Testfeld für unser junges Entwicklungsteam, wo sie neue Designs und Materialien für die additive Fertigung testen und optimieren können“, sagte Caspari.

Es zeigt sich, dass der Formula-Student-Wettbewerb großen Einfluss auf die 3D-Druckindustrie hat und die Meilensteine im Bereich der 3D-gedruckten Metalle wiederspiegelt. Wie der diesjährige DART-Rennwagen bestätigt, können wir in Zukunft mit einigen Innovationen rechnen.

 

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QuelleHeraeus
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Michelle absolvierte im März 2018 erfolgreich die Lehrabschlussprüfung für den Beruf Medienfachfrau im Bereich Marktkommunikation und Werbung. Schon früh entdeckte sie ihre Leidenschaft für das Schreiben und war bereits zwei Jahre lang als Praktikantin bei einem Wiener Online-Magazin tätig. In ihrer Freizeit beschäftigt sich die gebürtige Wienerin gerne mit grafischer Gestaltung und Umweltschutz.