Marine Corps nutzen Smart-Systeme und 3D-Druck für schnellere Reparaturen an LKWs

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Der stellvertretende Kommandant der Marine Corps, LT. Gen. Michael Dana, bestätigte, dass künftige Marine Corps LKWs mit Smart-Systemen ausgestattet werden sollen. Dies kann die Reparatur, insbesondere das ausfindig machen und beheben schadhafter Teile, wesentlich vereinfachen, indem intelligente Diagnosen abgenutzte Teile erkennen und automatischen einen 3D-Druckauftrag zur Schaffung neuer Ersatzteile sendet. 

Meist werden Smart-Systeme nur mit intelligenten Haushaltshilfen, wie zum Beispiel der Steuerung der Haus-Elektronik mit den Smartphone, in Verbindung gebracht. Diese Systeme haben jedoch weit mehr zu bieten. So wird laut Mitarbeitern des Marine Corps die nächste Generation der sieben Tonnen schweren Marine Corps LKWs mit einer hochvernetzten Infrastruktur ausgestattet, um abgenutzte Komponenten mithilfe von intelligenten Diagnosen zu lokalisieren und automatisch einen 3D-Druckauftrag zu senden. Sobald ein Teil fertig 3D-gedruckt wurde, wird dieser an die entsprechende Fahrzeugeinheit geliefert.

Nach Aussage des stellvertretenden Kommandanten des Marine Corps für Installationen und Logistik (I & L), LT. Gen. Michael Dana, ist die Installation solcher Systeme bereits im Gange. In Fort Leonard Wood stationierte Marines statteten vergangenes Jahr bereits einige Fahrzeuge, darunter 7-Tonnen-Medium Tactical Vehicle Replacements (MTVRs) und Logistics Vehicle System Replacements (LVSRs), mit speziellen Motorsensoren aus, welche das bevorstehende Versagen von Schlüsselkomponenten diagnostizieren.

Zwar nutzen einige High-End-Autos wie beispielweise Fahrzeuge der Marke Tesla schon Technologien wie diese, jedoch ist es eine Neuheit solche Systeme auch im Militär einzusetzen. Dies nimmt den Marines einige Arbeit ab, da diese vor dem Einsatz solcher Technologien schadhafte Teile manuell identifizieren und ersetzen mussten.

„Du siehst Tesla an, ihre Fahrzeuge erhalten buchstäblich automatische Upgrades; Es ist fast wie ein Fahrzeugcomputer, der herumfährt, erklärt Dana und fügte hinzu: „Diese prädiktive Fähigkeit existiert im privaten Sektor. Hoffentlich können wir sie auf die militärische Seite aufnehmen. „

Momentan werden die Motorsensoren noch getestet, jedoch soll dieses Pilotprojekt bis zum Ende des Sommers abgeschlossen werden. Wenn sich genannte Sensoren wie gehofft als nützlich erweisen, werden künftig alle Fahrzeuge der Marine Corps mit solch einem Smart-System ausgestattet.

„Wenn wir die Möglichkeit hätten, einen Teil weit früher zu drucken… das reduziert die Auftragszeit,“ erklärt Dana. „Und dann kombiniert man das mit dem, was wir Sinn-und-Antwort-Logistik oder intelligente Logistik nennen, die einem mit einer prädiktiven Fähigkeit erzählen kann, dass dieser Teil in den nächsten 20 Stunden oder den nächsten 10 Stunden scheitern wird.“