Home 3D Objekte Neue 3D-gedruckte “Origami-Drohne” kann Pakete bis zu 0,5 kg transportieren

Neue 3D-gedruckte “Origami-Drohne” kann Pakete bis zu 0,5 kg transportieren

Ein Forscherteam der Schweizer Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne Universität entwickelten mit Hilfe von 3D-Drucktechnologien eine Drohne, dessen Design von Origami-Kunst inspiriert wurde sowie Pakete bis zu 500 Gramm tragen und ausliefern kann.

Der Hype um Drohnen nimmt auch nach einigen Jahren nicht ab – im Gegenteil. Vor allem mit 3D-Technologien hergestellte Drohnen erfreuen sich an großer Beliebtheit. Diese Technik-Wunder werden in vielen Bereichen eingesetzt, von Fotografie und Videoerstellung und bis zu Militärischen Einsätzen sind kaum Grenzen gesetzt. Auch bei der Paketauslieferung können Drohnen eine große Hilfe sein. Hierbei besteht nur das Problem, dass diese meist nicht mehr als ein paar Gramm tragen können.

Diesem Problem nahm sich ein Forscherteam der Schweizer Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL) Universität an und entwickelte eine Drohne, die größere Pakete bis zu einem halben Kilo transportieren kann. Dieses Projekt entstand im EPFL-Labor für Intelligente Systeme und wurde von NCCR Robotics mit finanziellen Mitteln unterstützt.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Paket-Drohnen bietet die Origami-inspirierte Innovation den Vorteil, dass diese das auszuliefernde Paket gänzlich umhüllt. Diese Schutzhülle, bestehend aus einem faltbaren Kohlefaser-Käfig, soll die Lieferung sowie die Drohne selbst im Falle eines Sturzes oder Zusammenstoßes schützen. Mit nur einer Bewegung lässt sich der Käfig zusammen- oder entfalten.

Um das Gewicht des Endproduktes zu reduzieren, wurden einige Teile der Origami-Drohne mit Hilfe von 3D-Drucktechnologien hergestellt. Neben den vier verschiedenen Drehpropellern, die das Fliegen der Drohne ermöglichen, wurde diese mit einem speziellen Sicherheitssystem ausgestattet, um zu verhindern, dass sich genannte Propeller drehen während sich der Schutzkäfig öffnet.

Gesteuert wird das Gerät über eine App, konzipiert für Smartphones und andere mobile Geräte. Die Drohne selbst wurde so programmiert, dass sie autonom mit der von den EPFL-Forschern geschriebenen proprietären Software fliegen kann.

Nicht nur, dass die Origami-Drohne zusätzliches Gewicht problemlos tragen kann, überdies schafft sie das auch über eine Distanz von bis zu zwei Kilometer. Doch dieses Projekt hat neben seiner Hauptaufgabe Paketzustellung noch eine weitere Inspiration: Das EPFL-Forscherteam möchte diese Drohne auch verwenden, um Menschen in Notsituationen, wie zum Beispiel nach Naturkatastrophen, Erste Hilfe-Lieferungen zukommen zulassen.

“Dieses Projekt ist in Arbeit – neben der Stärkung seiner Fähigkeit, Objekte zu erkennen und zu vermeiden, untersuchen wir Möglichkeiten, die Nutzlastkapazität der Drohne zu erhöhen und ihre Autonomie zu erhöhen”, erzählt Entwickler Przemyslaw Kornatowski.

Künftig sollen nützliche Features wie beispielsweise ein Fallschirm zur Verstärkung der Sicherheit oder auch Verbesserungen in der Gefahren-Erkennungs-Software folgen, um Kollisionen besser vermeiden zu können.

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