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RMRD TECH: Windturbine aus dem 3D-Drucker

Die Energieversorgung ist gerade in entlegenen Gegend oft nur schwierig und mit hohem Kostenaufwand zu realisieren. Aus diesem Grund gibt es mehrere Projekte, die eine Versorgung mit alternativen Energiequellen wie Windenergie und Sonnenenergie ermöglichen wollen.

Der kanadische PhD Student Kyle Bassett an der University of Windsor schlägt mit dem Projekt “A Small Turbine to Make a Big Difference” einen ähnlichen Weg ein. Bassett verbrachte über ein Jahr in dem kleinen nicaraguanischen Dorf Venecia. Das Dorf war nicht an das Stromnetz angeschlossen. Aus diesem Grund entwickelte er kleine Windturbinen, die es ermöglichten kleine elektrische Geräte wie Handys zu betreiben bzw. aufzuladen.

Von seinen Erfahrungen geprägt hat sich Bassett mit anderen jungen Ingenieuren und Designern zusammengeschlossen um RMRD TECH zu gründen. Im Rahmen dieses Verbunds will das junge Team günstige Windturbinen entwickeln mit welchen man Strom produzieren kann. Die Turbinen werden mit Hilfe von 3D-Druck-Technologie produziert. Das komplette System steht unter einer offenen Lizenz. Derzeit werden noch Tests und weitere Verbesserungen am Design vorgenommen. Für die schlussendliche Verwirklichung soll eine Kickstarter-Kapagne gestartet werden.

Die Turbine wurde nach dem kleinen Ort in Nicaragua benannt in dem die Idee entstanden ist. Die Venecia Windturbine ist kompakt beim Transport (100 cm x 10 cm) und kann innerhalb von 2 Minuten in Betrieb genommen werden. Die Stromproduktion liegt bei ungefähr 5V.

Der Prototyp der Windturbine besteht hauptsächlich aus 3D gedruckten Teilen. Obwohl manche Teile wie Schrittmotoren nicht aus dem 3D-Drucker stammen, konnten die Kosten der Turbine verringert werden. Es wird ein Preis von 300 Dollar angestrebt.

Mit der Crowdfunding-Kamapgne soll auch das Equipment von RMRD TECH verbessert werden. Derzeit wird ein selbst angepasster PrintrBot Simple Metal 3D-Drucker genutzt. Außerdem soll das angewendete PLA-Material mit ABS-Material ausgetauscht werden. Während PLA biologisch abbaubar ist, ist ABS haltbarer. Dies ist vor allem wichtig wenn die Windturbinen in entlegenen Gegenden im Regenwald verwendet werden.

OCE David McFadden Energy Entrepreneur Challenge 2014/2015 Video Contest – Kyle Bassett – UWindsor

Vor wenigen haben Monaten haben wir über den polnischen 3D-Drucker Hersteller Omni3D berichtet, der mit AirEnergy3D auf Kickstarter ein ähnliches Konzept präsentierte.

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