Sinterit entwickelt in Kooperation mit 3D-Designer Anti-Verschmutzungsmaske „brifo“ für Kinder

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Das in Polen ansässige 3D-Druckunternehmen Sinterit entwickelte in Kooperation mit dem 3D-Designer Bartlomiej Gaczorek Anti-Verschmutzungsmasken. Diese 3D-gedruckten Masken mit dem Namen „brifo“ wurden speziell für Kinder entworfen und 3D-gedruckt, um diese vor dem Einatmen von Schmutzpartikeln in Großstädten zu schützen.

Bereits in einer vergangenen Kooperation zwischen 3D-Designer Bartlomiej Gaczorek und Sinterit, bei welcher ein Exoskeleton-Arm für Kinder mit Spinaler Muskelatrophie (SMA) entwickelt wurde, zeigte sich das gemeinsame Engagement für die Herstellung von 3D-gedruckten Produkten für Kinder.

Dieses Engagement findet sich auch in deren neuestem Projekt wieder, in dessen Zentrum die Entwicklung von Anti-Verschmutzungsmasken für Kinder stehen. Wie der 3D-Designer erklärt, wurde das „brifo“-Maskenprojekt durch einen offensichtlichen Mangel an Anti-Verschmutzungsmasken für Kinder inspiriert. Jedoch kommentierte Gaczorek auch, dass die Herstellung solcher Masken speziell für Kinder eine Herausforderung war, da es schwierig ist existierende Erwachsenenmasken neu zu skalieren.

Anti Verschmutzungsmaske sinterit Bartlomiej gaczorek brifo2 - Sinterit entwickelt in Kooperation mit 3D-Designer Anti-Verschmutzungsmaske "brifo" für Kinder

Im Mittelpunkt des Herstellungs-Prozesses stand vor allem die Entwicklung einer Filtermaske, welche sowohl bequem und leicht als auch visuell ansprechend ist. Weiters muss eine solche Filtermaske langlebig gestaltet werden, um diversen Kinder-Aktivitäten standhalten zu können.

Durch den Einsatz der Autodesk Netfabb-Software war es dem 3D-Designer möglich, eine starke interne Gittergeometrie zu integrieren, welche das Gesamtgewicht reduziert und zugleich Festigkeit verleiht. Weiters wurde Netfabb genutzt, um die Masken-Datei für den 3D-Druck vorzubereiten.

Anti Verschmutzungsmaske sinterit Bartlomiej gaczorek brifo4 - Sinterit entwickelt in Kooperation mit 3D-Designer Anti-Verschmutzungsmaske "brifo" für Kinder

„Mein gemeinsamer Workflow, von der Idee bis zum Prototyp, kommt durch CAD-Design, Exportieren, Aushöhlen, Füllen und Verschachteln innerhalb des Buildvolumens des Druckers“, erklärt Gaczorek. „Bisher musste ich für fast jede Operation eine andere Software verwenden. Wiederholte Importe und Exporte sind nicht nur frustrierend, sondern könnten die endgültige Ausgabedatei beschädigen.“

Nachdem der Design-Prozess des „brifo“ abgeschlossen war, wurde die fertige Ausgabedatei an den Sinterit Lisa, einen selektiven Lasersintertechnologie (SLS)-basierten 3D-Drucker, gesendet. Dieses Verfahren ist im Allgemeinen kostenaufwändiger als vergleichbarer FDM-3D-Druck, erzeugt jedoch Objekte mit höherer Präzision.

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Da Sinterits 3D-Drucktechnologie die gewünschte Kombination aus PA12-Nylon für harte Komponenten und TPU für die flexiblen Teile der Maske zulässt, konnte diese Technologie nicht nur für Protoyping-Zwecke, sondern ebenso für das Endprodukt genutzt werden.

Nachdem der 3D-Druck abgeschlossen war, mussten die brifo-Masken nur noch lackiert werden. Bestehend aus einem Hartplastikfilter, einem flexiblen und verstellbaren Gesichtsaufsatz sowie der auffälligen Lackierung werden diese Anti-Verschmutzungsmasken als „eine neo-futuristische Staubmaske“ beschrieben.