Home 3D Objekte “The Grit”: 3D-gedruckte Adidas-Schuhe simulieren Laufen auf Sand

“The Grit”: 3D-gedruckte Adidas-Schuhe simulieren Laufen auf Sand

In Kooperation mit dem Sportartikelhersteller Adidas entwickelte Aarish Netarwala, Student des kalifornischen ArtCenter Collage of Design, einen neuen 3D-gedruckten Sportschuh namens “The Grit” für die Disziplin “Sandlaufen”, um ein intensiveres sowie widerstandsfähigeres Training zu simulieren.

Auch in der Welt der Mode haben 3D-Technologien mittlerweile ihren Platz gefunden. Vergangene Projekte, wie beispielsweise aus Bakterien 3D-gedruckte Kleidung, 3D-Styling-Sofwares oder doch neue Herstellungsverfahren mit 3D-Druck zeigen immer Öfters, dass 3D-Druck so schnell nicht aus der Mode kommen wird. Vor allem eine Art der 3D-gedruckten Bekleidung erfreut sich immer mehr an Beliebtheit: 3D-gedruckte Schuhe.

Diese Tatsache erkannte auch der in Deutschland ansässige Sportartikelhersteller Adidas, welcher schon seit einigen Jahren mit dem 3D-Druck seiner Sportschuhe experimentiert. In einem neuen Projekt entwickelte das Unternehmen nun in Kooperation mit Aarish Netarwala, Student des kalifornischen ArtCenter Collage of Design, ein neues Sportschuh-Konzept.

Bei diesem Konzept handelt es sich um “The Grit”, einen neuen Sportschuh, welcher speziell für das Laufen auf Sand designed wurde, um ein intensiveres sowie widerstandsfähigeres Training zu simulieren. Der Schuh selbst wurde aus Adidas’ Primeknit Material hergestellt und zeichnet sich durch eine komplexe, 3D-gedruckte Gittersohle, bestehend aus recyceltem, widerstandsfähigem sowie strapazierfähigem Elastomer-Polyurethan, aus. Diese Gitterstruktur soll den Träger des Laufschuhs bei jedem Auftritt destabilisieren, um das Gehen beziehungsweise Laufen auf Sand zu simulieren.

Die Idee zu diesem Schuh kam dem Design-Student Aarish Netarwala während er einige Athleten beim Training in einem Sanddünenpark in Kalifornien beobachtete:

“Obwohl das Training auf weichem Sand unglaublich hart war, war die Location so populär geworden, dass der Park geschlossen und mit einem Reservierungssystem neu eröffnet werden musste, um der großen Menschenmenge gerecht zu werden”, sagte Netarwala. “Als ich erfuhr, dass im Sanddünen-Park eine große Nachfrage nach Bewegung bestand, wollte ich verstehen, warum die Menschen zu dieser scheinbar anstrengenden und schwierigen Übungsmethode strömten.”

Nach einiger Zeit kam Netarwala zu dem Schluss, dass das Laufen auf Sand zwar einige Unannehmlichkeit mit sich bringt, jedoch auch dazu beitragen kann die Beinkraft aufzubauen sowie Muskelschmerzen nach dem Training zu reduzieren. Der Hype rund um dieses aufstrebende Training ermutigte und inspirierte den Studenten letztendlich zu der Entwicklung von “The Grit”.

Um die Instabilität sowie die Dynamik der Bewegungsabläufe in Sand verstehen zu können, experimentierte Netarwala vorerst mit Sandbeuteln, welche er an der Sohle eines Laufschuhs befestigte.

 

Nach diesem Schritt entwickelte der Erfinder einige Prototypen, bis er sich schließlich für die 3D-gedruckte Gittersohle als finales Design entschied. Durch Stricken wird das Gitter an der Sohle befestigt.

Die Funktionsweise des Schuhs lautet wie folgt: Sobald der Fuß des Trägers auf den Boden trifft, absorbiert die 3D-gedruckte Gittersohle den Aufprall indem die elsastische Sohle kollabiert. Wenn das Gewicht in weiterer Folge auf die Vorderseite des Fußes verlagert wird, sinkt auch an diesem Punkt die Sohle ein, was die Vorwärtsbewegung des Trägers verringert und den Widerstand erhöht. Wird der Fuß wieder angehoben, so versetzt sich der Schuh in seine ursprünliche Form zurück.

In Kooperation mit dem international agierenden Sport-Unternehmen Adidas möchte Netarwala “the Grit” nun auf den Markt einführen.

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