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Toyota arbeitet mit Materialise an 3D-gedruckten Leichtbau-Autositzen

Der japanische Automobilhersteller Toyota hat in Zusammenarbeit mit dem 3D-Druck Software Spezialisten und Dienstleister Materialise ein Leichtbau-Design für einen 3D-gedruckten Autositz entwickelt.

Die Toyota Motor Corporation und das Forschung- und Entwicklungslabor des Unternehmens, Toyota Central R&D Labs Inc., haben sich mit ihrer Mission, einen Prototypen für einen leichten Autositz mit minimalem Volumen und optimaler Wärmeleistung herzustellen, an Materialise gewandt. Nicht nur das Erstellen eines solch großen 3D-Modells, sondern auch die zu verarbeitende Datenmenge, die bei einem Projekt dieser Größe anfällt, stellten eine enorme Herausforderung für das Team dar.

Für das Design hat Toyota eine speziell optimierte Topologie verwendet und einzelnen Bereichen entweder eine hohe oder niedrige Materialdichte zugewiesen. Mit der Mimics Software von Materialise wurden diese Daten dann zu einem 3D-Modell verarbeitet und weiter mit 3-matic STL bearbeitet. Um die enorme Datenmenge des komplexen Designs für den Druck vorzubereiten wurde die Slicing-Technologie des Build Processors eingesetzt. Dabei wird die 3D-Geometrie nicht in der STL Datei sondern in den einzelnen Schichten der Slicer Datei als Metadaten gespeichert. So konnte das geschätzte Datenvolumen von 250 GB für eine STL Datei auf nur 36 MB reduziert werden. Mittels Laser Sintering wurde der Autositz dann von Materialise ausgedruckt.

Das Volumen des Toyota-Autositzes konnte um 72% reduziert werden und der 3D-gedruckte Prototyp wiegt nur 7 kg anstatt der 25 kg eines traditionell gefertigten Autositzes.

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