Universität in New York repliziert den Schädel eines Mordopfers mithilfe von 3D-Druck

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Vor kurzem gelang es mithilfe einer 3D-Druck Schädelrekonstruktion, einen ungelösten Mordfall aus dem Jahr 1970 im US-Bundesstaat Ohio aufzuklären.

1970 wurde der gefesselte, erschossene Körper einer Frau namens Jane Doe im Wald bei Chester, New York gefunden. Die Frau konnte lange Zeit nach ihrem Tod nicht identifiziert werden, da die damalige Technik nicht fortschrittlich genug war. Der medizinische Prüfer konnte noch nutzbare Fingerabdrücke gewinnen, jedoch wurde die computergesteuerte Fingerabdruckdatenbank erst 1989 in New York genutzt. Dank der 3D-Druckkompetenz des Hudson Valley Advanced Manufacturing Center (HVAMC) konnte der jahrzehnte-alte „Cold-Case“ von der New Yorker Staatspolizei jetzt endlich gelöst werden.

Die Mitarbeiter der HVAMC nutzten, mithilfe der anthropologischen Abteilung, die innovative Technologie des Problemlösungskompetenzzentrums und 3D-Drucker des 3D-Design-Fertigungszentrums.

Um den Mörder zu identifizieren, wurde Jane Does Körper im März 2016 exhumiert. Die Ermittler beschlossen, die Universität in New Paltz und die HVAMC zu kontaktieren, um ein genaues 3D-gedrucktes Replikat des Schädels anzufertigen, so dass ein forensischer Skizzenkünstler das Gesicht rekonstruieren konnte.

Vergangenes Jahr nahm das HVAMC ein SMART 3D Printing Lab in Betrieb. Vor kurzem kündigte es eine Business Plattform an, welche 3D-Druckdienste für die Community bereitstellen soll. In Zukunft könnten dadurch weitere ungelöste Kriminalfälle aufgeklärt werden.