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3D Scanner in der Museumsforschung des 21. Jahrhundert

Auf der Berliner Museumsinsel lagern mehr als eine Million archäologische Objekte aus zwölf Jahrtausenden. Dieser weltweit einzigartige Sammlungsverbund gehört zu den größten Kulturgutrepositorien der Menschheit.

Das Deutsche Zentrum für Digitale Kulturgüter in Museen (ZEDIKUM) setzt in einem umfangreichen Projekt auf den SmartScan von AICON 3D Systems, um archäologische Objekte mit einer Größe von bis zu einem Meter zu erfassen, zu speichern und der Forschung weltweit zugänglich zu machen.

Der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz Hermann Parzinger zog eine positive Bilanz der ersten ZEDIKUM-Monate:

„Dieses Zentrum führt die Museumsforschung ins 21. Jahrhundert. Wir sind damit nicht nur in der Lage, Objekte zu erfassen, wir können sie auch viel besser erkennen. In 3D sind beispielsweise Rollsiegel oder Keilschrifttafeln viel besser zu lesen, gleichzeitig kann die Materialität präzise bestimmt werden. Das ist u.a. wichtig für den Umgang mit Objekten, die aus Raubgrabungen oder illegalem Handel stammen könnten. Durch das Scan-Verfahren lassen sich Original und Fälschung sehr genau unterscheiden. Gleichzeitig ist das Verfahren auch geeignet, in Krisengebieten wie Syrien und dem Irak eingesetzt zu werden, in denen Kulturgüter bedroht sind. Und noch ein wunderbarer Aspekt kommt hinzu: Das Verfahren lässt sich auch einsetzen, um unser Merchandising-Programm auszuweiten.“

Der Direktor des Vorderasiatischen Museums der Staatlichen Museen zu Berlin und Projektleiter Markus Hilgert ergänzt:

„Mit der Erzeugung und Aufbereitung von 3D-Objektdaten wollen wir die Forschungspraxis mit archäologischen Objekten gerade auch in Museen auf eine neue Grundlage stellen. Es geht uns dabei nicht nur um die 3D-digitale Dokumentation der Objekte, sondern um die Entwicklung von innovativen Instrumenten der objektbasierten, digitalen Kulturgutforschung. Davon werden auch unsere Besucher in den Museen profitieren, die die antiken Lebenswelten bald in einer digital unterstützten Inszenierung werden erleben können.“

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