Deutscher Distributor COS nimmt 3D-Drucker ins Sotiment

347

Ab sofort betritt die COS Computer GmbH den 3D-Drucker Markt.

Spätestens seit der CES in Las Vegas im Januar dieses Jahres ist das Thema 3D Druck – verschiedentlich auch als „Rapid Reproduction“ bezeichnet – in aller Munde. Nach dem einige Schlüsselpatente im letzten Jahr ausgelaufen sind, erlebt diese Technologie, die eigentlich bereits in den 1980er Jahren in den Grundzügen entwickelt wurde, einen wahren Boom. Den Analysten zufolge (ZD Net) wird sich der Markt von weltweit 700 Mio USD in 2013 mit jährlichen Wachstumsraten von über 50% bis zu 5,4 Mrd. USD in 2018 entwickeln.
Nun betritt der Pohlheimer Distributor COS Computer GmbH den 3D Drucker Markt.
„Wir beobachten das Thema 3D Druck seit Anfang des Jahres intensiv. Dieser Markt macht seit 2013 riesige Entwicklungsschritte.“ Berichtet Christoph Runge, Geschäftsführer von COS. „Mit XYZ Printing haben wir nun einen verlässlichen Partner gefunden, um in diesen Markt einzutreten.“

Der Markt der 3D Drucker adressiert zur Zeit primär Anwender aus Produktentwicklung und Industriedesign. Sie können mit Hilfe des 3D-Druckverfahrens schnell und kostengünstig einzelne Modelle und Gebrauchsmuster in Eigenregie herstellen, anstatt wie bisher üblich ein Modellbaustudio zu beauftragen. Im Vergleich: Das Model eines z. B. eine PKW-Schaltknüppels kann mittels 3D Druck in wenigen Stunden zu Materialkosten von weniger als €30 Euro hergestellt werden. Im konventionellen Verfahren kostet es bei 4 Wochen Vorlaufzeit mehrere Hundert Euro pro Stück. Gerade die Möglichkeit, Änderungswünsche des Auftraggebers unmittelbar als Hands-On Muster realisieren zu können, eröffnet demprofessionellen Userkreis ganz neue Dimensionen der Zusammenarbeit mit dem Kunden.

Weitere Anwendungsfelder finden sich z. B. in den Bereichen Architekten, Industriebetriebe mit Fertigung, Muster- und Modellbau, Ersatzteilherstellung und Einzelstücknachbau. Die Anwendungsgebiete sind so vielfältig wie es in der industriellen Gesellschaft Bedarf an Einzel- oder Kleinserienherstellung gibt. Vereinzelt werden bei der Automobilindustrie schon mit 3D Druckverfahren Teile in Kleinserie hergestellt weil es im Vergleich zur Herstellung im konventionellen Verfahren deutlich günstiger und schneller ist.

„Für uns ist das eines der aufregendsten Themen in den letzten Jahren. Vieles erinnert an die Goldgräberzeiten der PC Industrie. Dazu gehört der Enthusiasmus der User ebenso wie das tägliche Entdecken von neuen Anwendungsgebieten.“ Resümiert Werner Dao, Geschäftsführer von COS. “Immer mehr Unternehmen steigen nun in diesem Markt ein. Daher beobachten wir kräftige Innovationsschübe und Preisentwicklung nach unten, die ständig neue Anwendungsfelder und damit auch neue Userschichten adressieren werden“.

Als erste Produkt der Sparte 3D Printing stellt COS nun den 3D Drucker Da Vinci 1.0 der Firma XYZPrinting aus Taiwan vor. Dieser nach dem FFF Verfahren (FUSED FILAMENT FABRICATION = Fabrikation mittels geschmolzenem Draht) funktionierender 3D Drucker modelliert 3D Objekte mittels einer Düse bis zur maximalen Größe von 20x20x20 cm. Filigrane Objekte mit einer feinen Oberfläche können in Schichtstärken von 0,1, 0,2 und 0,4mm gedruckt werden.

Die Druckdateien im Standardformat .stl werden über eine USB- Schnittstelle an den Drucker übergeben. Zum Lieferumfang gehört weiter XYZWare, einer Software zur Druckvorbereitung. Der Marktpreis liegt bei €599 inkl. Mwst. Filamente in den Farben blau, gelb, grün, rot, schwarz und weiß werden zur sicheren Handhabung in einer Kassette angeboten.

(c) Text via COS