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EOS: Neue Anlage zur Erforschung der Ressourceneffizienz beim Laser-Sinter-Prozess

Im Rahmen des Forschungsverbundprojektes Green Factory Bavaria stellt die Firma EOS GmbH aus Krailling dem Lehrstuhl für Kunststofftechnik (LKT) der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg ein, dem neusten Stand der Technik entsprechendes System für die Additive Fertigung im Kunststoffbereich für Forschungszwecke zur Verfügung. 

Mit der neuen Anlage wird das wissenschaftliche Spektrum der am LKT betriebenen Forschung im Bereich der Additiven Fertigung weiter ausgebaut. Inklusive Mischstation und Auspackstation stellt das neue Anlagensystem die gesamte Prozesskette der Additiven Fertigung dar, um diese im La-bormaßstab hinsichtlich Ressourceneffizienz zu untersuchen.

Der Projektpartner EOS ist Technologie- und Marktführer für konstruktionsgetriebene, integrierte e-Manufacturing-Lösungen im Bereich der Additiven Fertigung und betreibt intensive Forschung für effiziente Fertigungsmethoden in der industriellen Produktion. Im Einzelprojekt des Forschungsverbundes Green Factory Bavaria wird die Ressourceneffiziente pulver- und Strahlbasierte Additive Serienfertigung (ReSAF) zusammen mit den Projektpartnern BMW, Evonik und netfabb erforscht.Das Laser-Sintern weist insbesondere für die Fertigung von Prototypen ein immenses Potential zur Herstellung geometrisch hoch komplexer Bauteile auf.

Mit der neuen Anlage soll insbesondere eine innovative Bauteil-Konstruktionsmethode untersucht werden, um ein verbessertes Verständnis der komplexen Wirkzusammenhänge auf die resultierende Bauteilqualität zu generieren. Zusätzlich kann durch die Konstruktion der Bauteile die Ökobilanz des Prozesses optimiert werden und so für die Serienfertigung von Kleinserien noch interessanter gestaltet werden.

Bild rechts oben: Inbetriebnahme neue Laser-Sinter-Anlage EOS FORMIGA P110 im Technikum des LKT, von links: Prof. Dr. Drummer (LKT), Peter Keller (EOS

Über den LKT
Der im Dezember 1989 eingerichtete Lehrstuhl für Kunststofftechnik (LKT) im Studiengang Maschi-nenbau wird seit 01. Mai 2009 von Prof. Dr.-Ing. Dietmar Drummer geleitet. Zur Zeit beschäftigt der Lehrstuhl ca. 25 Mitarbeiter im wissenschaftlichen und ca. 20 Mitarbeiter im technisch-organisatorischen Bereich. Die Forschungsschwerpunkte des Lehrstuhls umfassen die Bereiche Additive Fertigung, Konstruktion und Verbindungstechnik, Formgebung und Kunststoffe in der Mechatronik. Neben diesen Kernthemen beschäftigt sich der Lehrstuhl auch mit Querschnittsthemen wie der Werkstoffauswahl, dem Strahlenvernetzen von Kunststoffen, der Füllstoff-Aufbereitung, der schonenden Verarbeitung, der Schadensanalyse und der Simulation von Verarbeitungsprozessen und Bauteileigenschaften. Schwerpunkte der Arbeit sind neben der Lehre die Verarbeitung und Auslegung von Kunststoffen und Kunststoffbauteilen. Charakteristisch für Kunststoffbauteile ist, dass die Eigenschaften nicht nur von Werkstoff und Konstruktion bestimmt werden, sondern auch im hohen Maße von der Verarbeitung. Ein ganzheitliches Verständnis der Wirkzusammenhänge zwischen Verarbeitung, Konstruktion und Werkstoff auf die Kurz- und Langzeiteigenschaften von Kunststoffbauteilen ist deshalb ein zentrales Anliegen des Lehrstuhls.

Über Green Factory
Der Freistaat Bayern fördert im Rahmen eines zwischen mehreren Ministerien abgestimmten Maß-nahmenpakets zur Energiewende den Aufbau eines interdisziplinären Forschungsprojekts für energiesparende Produktionstechnologien. Zunächst stehen in den Haushalten 2013/2014 hierfür insgesamt 6 Millionen Euro an zusätzlichen Forschungsmitteln zur Verfügung. Das Vorhaben ist auf 4 Jahre angelegt mit einem geplanten Gesamtvolumen von 12 Millionen Euro. Die Green Factory Bavaria will im Rahmen einer bayernweiten, interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Hochschulen erforschen, wie Industrieproduktion in Zukunft ressourcen- und energieeffizienter gestaltet werden kann. Bayerns Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch, der bayerische Finanzminister Dr. Markus Söder und der bayerische Innenminister Joachim Herrmann haben sich für eine Förderung der Green Factory Bavaria ebenso eingesetzt wie Katja Hessel, Staatssekretärin im bayerischen Wirtschaftsministerium und Jörg Rohde, Vizepräsident des Bayerischen Landtags. Die Leitung des Forschungsverbunds liegt bei Prof. Dr. Jörg Franke vom Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik an der FAU.

Über EOS GmbH
EOS, 1989 gegründet und mit Hauptsitz in Deutschland, ist der Technologie- und Marktführer für konstruktionsgetriebene integrierte e-Manufacturing-Lösungen im Bereich der additiven Fertigung, einem industriellen 3D-Druck-Verfahren. Das Unternehmen bietet ein modular aufgebautes Lösungsportfolio, bestehend aus Systemen, Software, Werkstoffen und deren Weiterentwicklung, Services (Wartung, Schulungen, Anwendungsberatung und -unterstützung). Das industrielle Verfahren ermöglicht die schnelle, flexible und kostengünstige Produktion von Bauteilen auf Basis von 3D-CAD-Daten und zu wiederholbaren industriellen Qualitätsstandards. Als bahnbrechende Technologie ebnet die additive Fertigung den Weg für einen Paradigmenwechsel in Produktgestaltung, Konstruktion und Fertigung. Sie beschleunigt die Produktentwicklung, bietet gestalterische Freiheiten, optimiert bauliche Strukturen, ermöglicht Leichtbau-Strukturen und fördert die funktionelle Integration von Teilen. Damit eröffnet EOS seinen Kunden entscheidende Marktvorteile.

(c)Picture & Link: EOS

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