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FIT Additive Manufacturing Group realisiert 8 Meter hohes Kirchenobjekt

Mit 3D-Druck können spektakuläre Projekte verwirklicht werden. Dabei entstehen in Design und Technik wahre Wunderwerke. Der jüngste Coup der FIT Additive Manufacturing Group ist die Herstellung eines 8 Meter hohen Kunstwerks aus organischen, golden schimmernden Strukturen für die Pfarrkirche Sankt Laurentius im bayerischen Altmühldorf.

Die FIT Additive Manufacturing Group hat sich als Technologiescout und Innovationsführer international einen Namen in der 3D-Druck-Branche gemacht. Konkret zeigt sich dieses geballte Knowhow bei der modernen Ausgestaltung der Kirche, mit der die Katholische Kirchenstiftung Sankt Laurentius als Bauherr den Spezialisten für Additive Fertigung und industriellen 3D-Druck beauftragt hat.

Gotik und 3D-Druck – eine überraschende Verbindung

Die Altarskulptur, ein sogenanntes Retabel, ragt als räumlicher Abschluss hinter dem Altartisch in einer imposanten Höhe von 8 Metern in den Chorraum empor. Die filigrane Formgebung erinnert an organisch gewachsene Zellstrukturen, ästhetisch geadelt durch die goldfarbene Oberfläche. Eigentlich ein Stilbruch, fügt sich das moderne Retabel ganz natürlich in den Kontext der Kirche ein.

3D-Druck als zeitgemäße Umsetzung einer historischen Formensprache

Tatsächlich weisen die Philosophie der gotischen Architektur und die moderne, organische Formgebung erstaunliche Gemeinsamkeiten auf. Die von der Natur inspirierten Konstruktionsprinzipien der Gotik wie Spitzbogen und Rippengewölbe sind, den technischen Möglichkeiten ihrer Entstehungszeit geschuldet, geometrisch einfach. Mit der Schichtbautechnologie können nun komplexe dreidimensionale Strukturen nach dem Vorbild der Natur realisiert werden, die visuelle Ästhetik und konstruktive Funktionalität in einem völlig neuen Kontext vereinen.

Das Besondere am 3D-Druck

Der digitale Entwurf für das zellulare Strukturobjekt stammt vom Architekten Oliver Tessin, das Künstlerduo „Empfangshalle“ um Corbinian Böhm und Michael Gruber ist für das künstlerische Konzept der Kirchenmodernisierung verantwortlich. Die FIT Additive Manufacturing Group hat die aufwändige technische Entwicklung und Umsetzung übernommen. „Die organischen Formen lassen sich mit der innovativen Technologie des 3D-Drucks perfekt umsetzen. Kirchen sind ja seit jeher ein Ort, an dem sich die Spitze der Handwerkskunst zeigt, und wir sind stolz, an einem so beeindruckenden Werk für die Kirche Sankt Laurentius mitzuwirken“, erklärt Bruno Knychalla, Projektingenieur für großformatige Objekte bei FIT.

Die einzelnen Elemente des Retabels werden im Selektiven Lasersintern (SLS) durch schichtweisen Laserauftrag aus weißem Polyamid hergestellt. Anschließend werden die Teile sorgfältig in einem speziellen, von der FIT entwickelten Verfahren goldfarbig beschichtet. Im Frühjahr 2019 wird die Vision der jungen, modernen Kirche Realität und der Altar von Kardinal Reinhard Marx geweiht.

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