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Internationales Symposium zu Technologien der Zukunft in Steyr

PROFACTOR holt die „Vordenker“ des 3D-Drucks nach Steyr
STEYR. Der 3D-Druck hat in den Verbrauchermärkten Einzug gehalten. Einfache Drucker sind längst zu erschwinglichen Preisen erhältlich. Keine „Spielerei“ ist das Thema funktionaler, 3D-gedruckter Teile bei PROFACTOR. Das Steyrer Forschungsunternehmen sieht in der additiven Fertigung eine Zukunftstechnologie.
Sie wird einiges in der Industrie auf den Kopf stellen und ist ein Schlüssel zu völlig neuen Produktwelten. Deutlich wird das bei dem internationalen Symposium Add-it 2016 (29. und 30. September), wo sich Vordenker und Praktiker aus aller Welt in Steyr treffen.

Veranstalter des Symposiums im Museum Arbeitswelt in Steyr sind PROFACTOR und das Institut IPPE der JKU Linz. Experten aus Wissenschaft und industrieller Praxis präsentieren neueste Ergebnisse aus Forschung und Produktentwicklung: Zum Beispiel Schienbeinschützer aus dem 3D‑Drucker, die an individuell an den einzelnen Fußballspieler angepasst werden. Besonders aufsehenerregend sind Anwendungen, die in der Medizin bald zur Anwendung kommen könnten: Modernste Polyjet-Drucker sind mittlerweile in der Lage, Kopien von menschlicher Körperteile zu fabrizieren. Diese Kunststoffteile – genannt Phantome – verfügen über exakt jene Konsistenz, die Haut, Knochen und Organe einer Person aufweisen. Damit dienen diese 3D-Drucke als „Trainingsobjekte“ für Ärzte vor komplizierten chirurgischen Eingriffen am Menschen.
Wie additive Technologien in der Industrie eingesetzt werden können, berichten unter anderem Vertreter der BMW Gruppe, Wacker Chemie und PHILIPS Lighting.

Der 3D-Druck lässt eine neue Industrielandschaft entstehen
PROFACTOR-Geschäftsführer Andreas Pichler geht davon aus, dass die Technologie völlig neue Industrielandschaften entstehen lassen wird. „Die Grenzen zwischen Designern, Produzenten und Konsumenten werden verwischen und schnellere Entwicklungen ermöglichen“, sagt Pichler. „Der Konsument wird ein exakt seinen Vorstellungen entsprechendes und daher individuelles Produkt in der Manufaktur seiner Wahl produzieren lassen.“

PROFACTOR leitet internationale Projekte
PROFACTOR hat in den letzten Jahren spektakuläre Forschungsprojekte zum Thema 3D-Druck gestartet. Unter anderem das internationale Projekt DIMAP. In dem von PROFACTOR koordinierten EU-Projekt soll in einem einzigen Druckvorgang bei der Firma FESTO ein kompletter „humanoider“ Roboterarm hergestellt werden, der über bio-inspirierte Eigenschaften verfügt. Hier geht es zum Programm.

Die Add+it 2016 findet im Rahmen des Innovationsprozess Nature of Innovation statt.
Dieser Prozess  startet im Herbst 2016 in vier Regionen Oberösterreichs, den LEADER Regionen Nationalpark Kalkalpen, Traunviertler Alpenvorland, Linz-Land und in der Stadt Steyr. Insgesamt werden bis 2018 acht innovative Zukunftsprojekte bis zur Umsetzungsreife entwickelt. Ein zusätzliches Modellprojekt wird darüber hinaus für die Gesamtregion konzipiert. Die Themen sind bewusst breit definiert: Wirtschaft und Tourismus, die Entwicklung der Stadt und des ländlichen Raums stehen im Fokus. Als Ansatz zur Problemlösung und Ideenfindung wird die Methode des Design Thinkings angewendet, der sich  dem Ergebnis bewusst nicht linear nähert. Die Freude am Experimentieren, ein offener Umgang mit Fehlern und eine laufende Reflexion entwickeln Ideen, Visionen und Projekte weiter. Im Fokus stehen Lösungen, die aus der Sicht des Anwenders oder des Kunden sinnvoll sind.

(Inter-)nationale ExpertInnen, regionale Akteure und die Bevölkerung werden in den Prozess eingebunden. In einem ersten Schritt werden bis zum Frühjahr 2017  – unter anderem bei der Add+It – die regionalen Akteure vernetzt und Projektideen zu den Schwerpunkten gesammelt.

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