Home Pressemeldungen Klimaneutrales Bauen mit 3D-Druck an der Fachhochschule Erfurt

Klimaneutrales Bauen mit 3D-Druck an der Fachhochschule Erfurt

An der Fachhochschule Erfurt drehte sich eine Woche lang alles um das Thema CO2. Ziel war, sich dem komplexen Thema wissenschaftlich zu nähern. In verschiedenen interdisziplinären Projekten lernten die Studierenden, was CO2 eigentlich ist, wie es gemessen werden kann und arbeiteten an Methoden zur Reduzierung des CO2-Verbrauchs.

Wir wird CO2 gemessen?

Um eigene Messungen durchzuführen, wurde eine an der FH Erfurt eigens entwickelte und konstruierte Sonde in die Stratosphäre geschickt. Dafür wurde die Sonde, mit Kameras und verschiedenen Sensoren ausgestattet, mittels eines Heliumballons in den Himmel geschickt. Bei Erreichen der Zielhöhe von 32,5 Kilometern zerplatzte der Ballon wie geplant. Die Sonde wurde unbeschädigt bei Tröblitz in Brandenburg geborgen. Nicht nur die Sensoren und Kameras hielten den extremen Bedingungen stand, sondern auch das eigens für den Weltallflug mit einem 3D-Drucker erstellte Logo der FH Erfurt.

Wie kann CO2 eingespart werden?

3D-Druck war auch abseits des Sondenflugs das zentrale Thema der interdisziplinären Projektwoche. Unter dem Ziel der CO2-Einsparung entwickelten die Studierenden neue Wohnkonzepte. Dafür designten sie ein Tiny Haus zum Thema „Build Everything Tiny Or Nothing“. Das Haus soll im Laufe des kommenden Jahres mit Hilfe eines Beton-3D-Druckers gedruckt werden. Dabei wird ein eigens von der FH Erfurt entwickelter, klimaneutraler Baustoff entwickelt.

Dafür wurde das Haus zuerst in CAD gezeichnet und anschließend mit einem 3D-Drucker ein Modell gedruckt. Hierbei spielten die gesamte Gestaltung und Innenausstattung eine große Rolle. Die Studierenden bewiesen dabei nicht nur einen hohen Grad an Kreativität, sondern auch handwerkliches Geschick, bezeugt Steffen Zöller vom Thüringer Kompetenzzentrum Wirtschaft 4.0. Der Experte für 3D-Druck unterstützte die Projektwoche der FH Erfurt. „Die Teams haben gezeigt, wie schnell und innovativ Ideen mit Hilfe von 3D-Druck umgesetzt werden können. Gerade das teamübergreifende Arbeiten hat erwiesen, wie wichtig es ist, die Grundlagen der Additiven Fertigung in Ausbildung und Studium fest zu verankern.“ berichtet Steffen Zöller von seinen Erfahrungen der Projektwoche.

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