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Kundenindividuelle AM-Leichtbaugreifer – Online konfiguriert in 10 Minuten

BERLIN, 11. November 2019 – Individuelle Handhabungsaufgaben erfordern unterschiedlichste Greifer-Geometrien. Die J. Schmalz GmbH als Marktführer im Bereich Vakuum-Greiftechnik bietet seinen Kunden nun die Möglichkeit, eine 100% individuelle Greiferkonfiguration zu erhalten: additiv gefertigt und mit Hilfe von trinckle paramate innerhalb weniger Mausklicks konstruiert.

  • 100% optimiert für die individuelle Handhabungsaufgabe des Kunden
  • Konfiguration in nur 10 Minuten
  • Keine manuellen Konstruktionskosten
  • Integration des Kunden in einen intuitiven Konfigurationsprozess

Zunehmender Bedarf nach kundenindividuellen Lösungen: Eine Chance für AM

Durch den zunehmenden Automatisierungsgrad der Industrie und die sich gleichzeitig ständig verändernden Fertigungsumgebungen entstehen immer mehr individuelle Handhabungsaufgaben und ein steigender Bedarf nach individuellen Greiferlösungen zu finden. Die additive Fertigung bietet hier ein enormes Potential, da sie eine Abkehr von der one-size-fits-all Strategie und die Produktion in Losgröße 1 erlaubt.

Aus diesem Grund beschäftigt sich Schmalz seit einigen Jahren intensiv mit der additiven Fertigungstechnologie, um diese nicht mehr nur in der Produktentwicklung, sondern auch in der Kleinserienfertigung einsetzen zu können.

Engpass Konstruktion: Zeit für neue Wege

Aber die manuelle Konstruktion eines anwendungsfallspezifischen Greifsystems im konventionellen CAD ist alles andere als trivial. Ein erfahrener Konstrukteur benötigt für die manuelle Konstruktion eines solchen Greifsystems ca. einen Arbeitstag. Hier greift Mittelständler Schmalz nun auf trinckle und dessen Softwaresystem paramate zurück, um seinen Kunden ein intuitives Engineering Tool an die Hand zu geben.

„Wir haben uns ganz bewusst für eine Zusammenarbeit mit trinckle entschieden, denn das Team des Berliner Softwareunternehmens bringt viel Know-how beim 3D-Druck und bei der automatisierten Konstruktion ein. In Kombination mit unserem tiefgehenden Wissen rund um das Greifen von Werkstücken ist so eine sehr innovative, digitale Lösung für unsere Kunden entstanden.“
– Dr. Kurt Schmalz, geschäftsführender Gesellschafter J. Schmalz GmbH.

trinckle entwickelte auf Basis seiner Cloudtechnologie paramate eine Webanwendung für Schmalz, in der Anwender das Vakuum-Greifsystem schnell, individuell und ohne Vorkenntnisse online konfigurieren können. Diese ist auf der Website von Schmalz eingebunden, sodass Schmalz Mitarbeiter und Kunden weltweit jederzeit darauf zugreifen können.

Von Kartons bis Freiformflächen

Zu Beginn definiert der Anwender die Handhabungsaufgabe und definiert somit seinen konkreten individuellen Bedarf. Neben verschiedenen, vordefinierten Werkstücken kann er eigene Objekte hochladen – unabhängig ob kubisch, eckig oder mit Freiformflächen. Anschließend startet er die Konfiguration des passenden Greifers. Intuitiv führt das Tool den Nutzer durch die verschiedenen Design-Schritte, wobei er anwendungsfallspezifische Empfehlungen zu Saugeranzahl, -durchmesser und -typ erhält. Die Positionierung der Sauger übernimmt der intelligente Algorithmus. Alternativ kann der Nutzer selbst jederzeit Position der Saugstellen in einer grafischen Benutzeroberfläche per Mausklick definieren. Zuletzt wählt der Anwender den passenden Flanscheinsatz und die gewünschte Vakuum-Erzeugung. Sind alle Komponenten und Parameter festgelegt, erhält der Kunde ein CAD-Modell und das Angebot zu seiner Greiflösung.

Die gesamte Konfiguration eines anwendungsfallspezifischen Greifsystems dauert circa 10 Minuten und setzt dabei keine Expertise in klassischer CAD-Software oder 3D-Druck-gerechter Konstruktion voraus. Die eigentliche Komplexität der Geometrieerzeugung wird von regelbasierten Algorithmen getragen.

Individuelle Leichtbaugreifer kombinieren die Vorteile von Additive Manufacturing

Die additive Fertigungstechnologie ist der Schlüssel für die kosteneffiziente und schnelle Einzelteilfertigung in wenigen Tagen. Zudem reduziert sie Störkonturen, beispielsweise durch die vollständige Integration der Luftführung. So fertigt Schmalz in kurzer Zeit besonders leichte und robuste Greifer, die auf die jeweilige Anwendung ausgelegt sind. Adaptiert an Leichtbauroboter und Cobots hält die Schmalz-Lösung bis zu zehn Kilogramm schwere Lasten.

Durch automatisierte Konstruktion zum skalierbaren Geschäftsmodell

Die Potentiale der additiven Fertigung werden mit neuen Pfaden im Bereich der automatisierten Konstruktion kombiniert. Die cloudbasierte Software von trinckle liefert hier den entscheidenden Baustein, aus einem ehemals sehr kostenintensiven manuellen Prozess eine skalierbare Serienanwendung zu machen.

„Dank der Softwarelösung von trinckle bieten wir unseren Kunden weltweit nun eine einfache Möglichkeit, sich online ihren individuellen Greifer zu konstruieren – intuitiv, schnell und in gewohnt hoher Qualität. Mit dem Berliner Team haben wir hierfür den richtig

en Partner gefunden.“            Dr. Kurt Schmalz, geschäftsführender Gesellschafter J. Schmalz GmbH

Der Anwendungsfall mit Vakuumgreifern und Software in Aktion wird auf der Formnext (19.-22. November 2019) in Frankfurt in Halle 11.1, Stand C59, zu sehen sein.

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