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Materialise Mimics Care Suite: Herzen aus dem 3D-Drucker

Mit der Mimics Care Suite bietet Materialise, führender Anbieter von Lösungen für 3D-Druck in der Medizin, eine Software– und Service-Plattform für den 3D-Druck in der Kardiologie, Kinderkardiologie und Herz- sowie Gefäßchirurgie an. Die umfassende Plattform unterstützt Ärzte in der patientenspezifischen Planung, der Patientenaufklärung und der Simulation komplexer Eingriffe. Patienten profitieren von mehr Sicherheit und einer verbesserten Versorgung. Die Mimics Care Suite fügt sich dabei nahtlos in die bestehende IT-Infrastruktur von Krankenhäusern ein und vereinfacht die Arbeitsabläufe.

In Deutschland gibt es jährlich über 338.000 Todesfälle durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen, 6.500 bis 7.500 Kinder werden jedes Jahr mit einem Herzfehler geboren. [1] In vielen Fällen sind mehrfache Herzoperationen nötig, und gerade bei komplexen Eingriffen stehen Ärzte häufig vor einer sehr individuellen Herausforderung. Hier bietet eine Visualisierung der oft sehr kleinen und komplexen Strukturen in 3D zahlreiche Vorteile für Ärzte und Patienten.

3D-Modelle als effektive Planungshilfe – für zeitsparende und sichere Eingriffe
Die Materialise Mimics Care Suite vereint verschiedene Software-Tools und Services in einer Plattform, die Ärzte in der Planung, Vorbereitung und Durchführung von komplexen Eingriffen unterstützt. Aus CT- und / oder MRT-Aufnahmen wird in einem ersten Schritt die Herzanatomie virtuell rekonstruiert. In der Planungssoftware Mimics lassen sich medizinische Bilddaten segmentieren, bearbeiten und Volumen oder Durchmesser vermessen. Die 3D-Darstellung in der Software ermöglicht die Betrachtung aus unterschiedlichen Blickwinkeln und dient als Vorlage für den Druck von 3D-Modellen in Originalgröße.

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„Am Modell lässt sich die Problemstellung häufig viel deutlicher darstellen: So können Ärzte beispielsweise bei Tumoren prüfen, ob diese gut abgrenzbar oder in wichtige Strukturen des Organs eingewachsen sind“, erläutert Martin Herzmann, Sales Manager bei Materialise. „Die Visualisierung erleichtert dem OP-Team die Planung des komplexen Eingriffs. Operationen können in kürzerer Zeit durchgeführt werden, die Komplikationsrate und die Belastung für den Patienten verringern sich.“

Professor Dr. Viktor Hraska, langjähriger Chefarzt für Herz- und Thoraxchirurgie am Deutschen Kinderherzzentrum, Asklepios Klinik Sankt Augustin, hat sehr gute Erfahrungen mit der Materialise Mimics Care Suite gemacht:

„Die 3D-Visualisierung erleichtert uns die Planung insbesondere von komplexen Fällen deutlich. Gerade bei kleinen Strukturen wie Kinderherzen ist es sehr wichtig für den OP-Erfolg, dass wir vorab ein möglichst präzises Bild haben, auf dessen Basis wir die Machbarkeit prüfen, unser OP-Team über den geplanten Ablauf informieren und den Eingriff im Vorfeld simulieren können. Auch bei der Aufklärung der Eltern helfen uns die 3D-Modelle sehr.“

3D-Druck in der Medizin auf dem Vormarsch
In der Medizintechnik spielen patientenspezifische Lösungen eine immer wichtigere Rolle. Hier leistet der 3D-Druck einen zentralen Beitrag zur individualisierten Patientenversorgung. Die rasant steigende Bedeutung von 3D-Druck in der Medizin spiegelt sich in der Anzahl der Publikationen wider: Während 2009 auf PubMed (führendes Portal für medizinische Publikationen zu biomedizinischen Themen) lediglich 3 Veröffentlichungen zu 3D-Druck gelistet waren, wurden im ersten Halbjahr 2016 allein 431 Publikationen zum Thema aufgeführt.

[1] Deutscher Herzbericht 2015

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