Zweites Jahrestreffen des ACAM Aachen Center for Additive Manufacturing

Am 21. Februar 2017 kamen die Vertreter der 26 Mitgliedsunternehmen gemeinsam mit den Forschungspartnern des ACAM Aachen Center for Additive Manufacturing zum zweiten Jahrestreffen des Forschungsnetzwerks zusammen. Neben dem Informationsaustausch stand die Verabschiedung der gemeinsamen Forschungsprojekte für 2017 auf der Agenda.

Die Entwicklung der Additiven Fertigung, vom Prototypenbau hin zu einer ernstzunehmenden Ergänzung und Alternative für die industrielle Fertigung, hat am Forschungsstandort Aachen seit jeher einen großen Stellenwert. Ziel des ACAM Aachen Center for Additive Manufacturing ist es deshalb seiner Gründung im Jahr 2015, diese Aktivitäten am Standort zu bündeln und der Industrie einen leichteren Zugang zu den Technolgien und dem damit verbundenen Wissen zu bieten. Die stetig wachsende Community aus Anwendern, Materialherstellern sowie System- und Serviceanbietern, die in Aachen mit Vielzahl an Forschungsinstituten zusammenarbeiten, belegen den Erfolg des Konzepts.

Am 20. und 21. Februar konnte ACAM auf dem RWTH Campus nun die 26 Mitgliedsunternehmen in Aachen begrüßen, um im Rahmen des zweiten Jahrestreffens die Fortschritte in der Forschung und industriellen Anwendung der additiven Verfahren zu diskutieren. Die beiden Geschäftsführer Dr.-Ing. Kristian Arntz und Dr.-Ing. Johannes Witzel präsentierten die aktuellen Ergebnisse und stellten die Planungen für das kommende Jahr vor. Workshops zu den gerade abgeschlossenen ersten Projekten sowie die Ergebnisse einer umfassenden Markt- und Technologiebetrachtung dienten den Businesspartnern dazu, die inhaltliche Ausrichtung für die nächste Periode der Zusammenarbeit festzulegen.

Auswahl der Projekte für 2017

Mit einem Gesamtwert von knapp 200.000 Euro haben die ACAM-Mitglieder aus dreizehn Projektvorschlägen sechs konkrete Projekte für das Jahr 2017 verabschiedet. Das Themenspektrum ist vielfältig und reicht von Kunststoffen bis zu Metallen, von Design und Konstruktion bis hin zu neuen Geschäftsmodellen für die Additive Fertigung. Im Detail werden nun bis September 2017 folgende Themen bearbeitet:

  • Prototypen- und Bauteilfertigung mit qualifizierten thermoplastischen Serienwerkstoffen
  • Qualitätsüberwachung und Messung additiv gefertigter Bauteile
  • Leitfaden für die Parametrisierung additiv hergestellter metallischer Bauteile
  • Entwicklung eines Verfahrens zur Bewertung und Prüfung für die additive Fertigung
  • Nachbearbeitung additiv gefertigter Bauteile mit Fokussierung auf schwer zugängliche Bereiche
  • Einfluss der Feuchtigkeit auf das pulverbettbasierte Verfahren (Powder Bed Fusion)

ACAM bietet für 2017 ein ambitioniertes Seminarprogramm auf dem RWTH Aachen Campus an

In starken Partnerschaften mit den Forschungspartnern am Standort Aachen bietet ACAM auch im Jahr 2017 ein umfangreiches Trainingsprogramm rund um die Additive Fertigung an. Zwölf Seminare wenden sich dabei ebenso an AM-Einsteiger wie an erfahrene Anwender. Das detaillierte Seminarprogramm kann jederzeit aktuell unter http://acam.rwth-campus.com/acam-seminar-program-2017/ eingesehen werden.

Die ACAM Community soll weiter wachsen

Das Netzwerk von ACAM ist weiterhin offen für neue Mitglieder. Dabei können interessierte Unternehmen je nach Umfang der gewünschten Kooperation zwischen drei unterscheidlichen Mitgliedschaftsmodellen mit unterschiedlichen Leistungsangeboten wählen: der Basis-, Business- oder Kooperationsmitgliedschaft. Diese Modelle bieten einen individuellen, umfangreichen Zugang zu den Leistungen des Netzwerks und stehen national und international tätigen Unternehmen offen.

Das nächste Jahrestreffen wird in diesem Jahr bereits am 27. September stattfinden, in unmittelbarer Nähe zur 3D Valley Conference, die am 27. und 28. September erneut von ACAM in Aachen ausgerichtet wird. Im Schwerpunkt der Konferenz geht es vor allem um die Möglichkeiten und Grenzen, Potenziale und Geschäftsmodelle der Additiven Fertigung. Nähere Informationen unter http://3d-valley-conference.com/

Kontakt

Ingrid Bongiovanni Roll
ACAM Aachen Center for Additive Manufacturing GmbH
Steinbachstr. 15
52074 Aachen
T +49 241 8906 8689
F +49 241 8906 8688
i.roll@acam-aachen.de
www.acam-aachen.de

 

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ACAM Aachen Center for Additive Manufacturing
Das ACAM Aachen Center for Additive Manufacturing bündelt die Kompetenzen rund um die additive Fertigung der führenden Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen des RWTH Aachen Campus und erleichtert der Industrie den Zugang zu diesen.Das ACAM deckt ein breites Spektrum an Themen und Materialien ab – von Polymeren bis hin zu Metallen, von Design, Konstruktion und Prozessen bis hin zu Geschäftsmodellen, die sich auf neue Möglichkeiten in der additiven Fertigung beziehen.Darüber hinaus bietet das ACAM die Möglichkeit einer gemeinsamen Forschung und Entwicklung, ein kundenorientiertes und individualisierbares Aus- und Weiterbildungsprogramm, sowie eine Online-Plattform, welche den Industriemitgliedern die kontinuierliche Pflege von Geschäftsbeziehungen untereinander ermöglicht. Über diese Online-Plattform ist es den Industriemitgliedern zudem möglich sich über die neuesten ACAM-Aktivitäten auf dem Laufenden zu halten und praktische Erfahrungswerte austauschen.