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Dyndrite unterstützt das neue LPBF Open Vector Format der RWTH Aachen

Dyndrite, Anbieter der GPU-beschleunigten Berechnungs-Engine, die für die Entwicklung digitaler Fertigungshardware und –software der nächsten Generation verwendet wird, gab  die Unterstützung des neuen Open Vector Formats (.ovf), das vom Lehrstuhl für Digital Additive Production DAP der RWTH Aachen entwickelt wurde, innerhalb seiner Dyndrite Laser Powder Bed Fusion (LPBF) Software bekannt. OVF bietet eine schlanke und dennoch informationsreiche Datenverbindung zwischen dem digitalen und dem physikalischen Prozess, die robuste und effiziente Fertigungsprozesse ermöglicht und eine Reihe von Vorteilen gegenüber bestehenden Formaten wie CLI und 3MF bietet.

„Wir haben OVF entwickelt, weil es kein zufriedenstellendes Format für 2,5-dimensionale Daten gab, das sowohl offen lesbar war als auch zusätzliche Informationen neben dem eigentlichen Werkzeugweg enthielt“, sagt Moritz Kolter, Gruppenleiter Digitale Produktion am Lehrstuhl für Digital Additive Production DAP der RWTH Aachen University. „OVF hingegen ist in der Lage, die Daten nach dem Slicen performant und lesbar zu verarbeiten und auch andere Informationen wie 3D-Teiledaten oder Metadaten zu verknüpfen. Dies ist besonders wichtig, um eine vollständig verknüpfte End-to-End-Datenkette zu erhalten, die die Industrialisierung von AM vorantreiben wird. Wir nutzen es beispielsweise für die fortschrittliche Produktionsplanung oder Algorithmen zur Teileausrichtung, um den nachhaltigen und effizienten Einsatz von Technologien wie LPBF weiter zu fördern.“

Was ist das Open Vector Format (OVF)?

OVF ist ein Open-Source-Datenformat, das von Wissenschaftlern am Lehrstuhl für Digital Additive Production DAP der RWTH Aachen in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT entwickelt wurde. Es basiert technisch auf der weit verbreiteten Serialisierungstechnologie Protocol Buffers („Protobuf“), die die Übertragung von Informationen aus komplex strukturierten Datenobjekten in einen Bytestrom ermöglicht. OVF bietet ein offenes, flexibles Format für die Steuerung eines Lasers in Kombination mit einem Galvanometerscanner. Es unterstützt Multi-Scanfield-Arrays sowie die Steuerung zusätzlicher Maschinenachsen.

OVF bietet eine kompakte binäre Speicherung aller Daten sowie eine flexible Vorwärts- und Rückwärtskompatibilität. Es transportiert LPBF-prozessrelevante Metadaten, wie z.B. Fertigungsparameter, Laserleistung und Scangeschwindigkeit, effizient entlang der Prozesskette.

Die OVF-Strukturen sind flexibel und können erweitert werden, um die neuesten digitalen Entwicklungen zu unterstützen. Ein breites Portfolio an Werkzeugen wie Konverter für Legacy-Formate, z.B. zur Konvertierung von CLI- in OVF-Dateien, oder Integritätsprüfungsroutinen, z.B. zur Überprüfung, ob Konturen geschlossen, Parameter zugewiesen und Layer lückenlos sind, sind auf dem OVF Github verfügbar.

„Die Kernvision von Dyndrite ist es, die Art und Weise zu verändern, wie Geometrie auf einem Computer erstellt, transformiert und übertragen wird. Das OVF-Format ist ein sehr logischer Schritt zur Verbesserung der Übertragung von komplex strukturierten Werkzeugwegdaten auf eine performante und kompakte Weise“, sagte Harshil Goel, CEO von Dyndrite. „Nur durch Open-Source-Fortschritte wie OVF kann die additive Fertigung ihre Akzeptanz, Demokratisierung und Industrialisierungsrate verbessern.“

„Als wir unsere internen Metadatenmodelle entwickelten, um eine rationelle und robuste API zur Generierung von Werkzeugwegstrategien für viele verschiedene Maschinentypen, Maschinenkonfigurationen oder spezifische Bauteilklassen bereitzustellen, entdeckten wir, dass das OVF-Format unserer Absicht entsprach, neue Parameter- und Belichtungsstrategien unter Verwendung flexibler und vom Benutzer erweiterbarer Datenstrukturen zu ermöglichen“, sagte Steve Walton, Head of Product bei Dyndrite. „Darüber hinaus ermöglicht die Fähigkeit, dieses Datenformat zu streamen, die Erzeugung, den Transport und die Änderung von Werkzeugwegen von Prozesssensoren in Echtzeit.“

OVF ist eines der wenigen Formate, das die Komplexität und Flexibilität von Werkzeugwegen aufnehmen kann, die Dyndrite bietet. Die Partnerschaft mit Aachen, um diese Strategien dem Endanwender zur Verfügung zu stellen, beschleunigt diese Verfügbarkeit, da die meisten existierenden Formate für die Bestandskonfiguration der Maschine und die alten Werkzeugwegansätze optimiert und im Allgemeinen beschränkt sind.

Ein Standardformat für die Ausgabedaten des LPBF-Prozesses gibt es derzeit nicht. Stattdessen werden zahlreiche Formate verwendet, die entweder proprietär sind oder für andere Produktionsprozesse entwickelt wurden. Dementsprechend fehlen diesen unterschiedlichen Formaten die relevanten Informationen für die Produktion mit LPBF. Das Open Vector Format (OVF) löst dieses Problem.

Dyndrite hat den OVF-Export direkt in seine ADK- und LPBF-Produkte integriert.

Mehr über Dyndrite finden Sie hier, und mehr über die RWTH Aachen finden Sie hier.

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