Fab Forms verwandelt CAD Dateien in individuell anpassbare Modelle zum 3D-Druck

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Wissenschaftler am MIT haben in Zusammenarbeit mit dem Interdisziplinären Zentrum Herzliya in Israel ein Programm zur Verarbeitung von CAD Dateien in Modelle zum 3D-Druck entwickelt. 

Das Besondere daran ist, die schnelle Verarbeitungszeit in der dies passiert sowie die bis zu mehrere hunderttausend Variationen des Modells, die dabei erstellt und zugleich auf ihre „Druckbarkeit“ getestet werden. Alle Parameter die zu nicht realisierbaren 3D-gedruckten Modellen führen würden, werden aussortiert. Über Schieberegler in der Vorschau des User Interfaces können die Parameter beliebig variiert werden. Dabei greift das Programm auf die zuvor berechneten Modelle zurück. Hat man sich für eine Variante des Designs entschieden, kann die Datei sofort zum Ausdruck an einen 3D-Drucker geschickt werden.

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Eine ähnliche Software hat Autodesk mit seinem Project Shapeshifter bereits vorgestellt, mit diesem das Design ebenfalls über Schieberegler angepasst werden kann. Allerdings wird dabei nicht überprüft, ob sich das Resultat auch tatsächlich am 3D-Drucker realisieren lässt.

Genannt Fab Forms, wurde das System erstmals auf der Siggraph Konferenz von den Forschern vergangenen August vorgestellt. In ihren Experimenten haben sie acht verschiedene Designs, unter anderem den Kaffeebecher am Bild oberhalb, getestet. Dabei variierte die Anzahl der vorab berechneten Designvarianten von ein paar Tausend bis zu mehreren Hunderttausend. Mit einigen ausgeklügelten Techniken konnten die Wissenschaftler Daten ähnlicher Designvarianten komprimieren, der größte Datensatz benötigte aber immer noch 17 Gigabyte an Speicherplatz.