General Motors setzt auf Autodesk Design-Software für 3D-gedruckte Bauteile

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Der US-amerikanische Automobilkonzern General Motors Company (GMC) setzt neuste Designtechnologien ein um die nächste Generation leichterer Fahrzeuge herstellen zu können. Diese Maßnahme soll schlussendlich zu effizientere Autos mit alternativen Antrieben führen.

Dabei greift General Motors auf die neuste Softwaretechnologie für generatives Design von Autodesk zurück. Cloud-Computing und Algorithmen basierend auf künstlicher Intelligenz ermöglichen die Berechnung von mehrfachen Permutationen des Designs eines Bauteils. So entstehen hunderte von leistungsstarken, meist organisch anmutenden geometrischen Designoptionen basierend auf von Anwender eingegebenen gewünschten Parametern wie Gewicht, Stärke, Material oder Fertigungsmethode. Der Anwender selbst kann dann die am besten geeignete Option auswählen.

„Diese bahnbrechende Technologie führt zu enormen Fortschritten in der Art und Weise wie Komponenten für unsere zukünftigen Fahrzeuge konstruiert und entwickelt werden, um diese leichter und effizienter zu machen,“ sagt Ken Kelzer, GM Vice President von Global Vehicle Components & Subsystems. „Wenn diese Designtechnologie mit Fortschritte in der Fertigung wie beispielsweise 3D-Druck kombiniert werden, verändert sich unser Ansatz für die Entwicklung von Fahrzeugen grundlegend und ist vollkommen anders als die Mitgestaltung mit dem Computer, etwas was wir uns bislang nicht vorstellen konnten.“

Geringeres Gewicht, weniger Teile

Generatives Design ist der Schlüssel zur nächsten Phase der Gewichtsreduzierung von Fahrzeugen und bietet eine bedeutende Massenreduktion sowie Konsolidierung von Teilen, die mit traditionellen Methoden zur Designoptimierung bislang nicht erzielt werden konnten.

General Motors und Autodesk haben die neue Technologie für die Herstellung einer Sitzbefestigung erstmals eingesetzt. Dieses Verbindungsstück ist 40% leichter und 20% stärker als das Originalteil. Zudem werden acht verschiedene Komponenten in einem 3D-gedruckten Bauteil kombiniert.

Im Rahmen einer langjährigen Zusammenarbeit werden sich die beiden Unternehmen Projekten hinsichtlich Design, Additiver Fertigung und Materialwissenschaften widmen.

General Motors setzt 3D-Druck bereits seit über drei Jahrzehnten ein und verfügt derzeit über 50 3D-Drucker die in den letzen 10 Jahren mehr als 250.000 Prototypen hergestellt haben. Seit 2016 hat der Hersteller 14 neue Automodelle auf den Markt gebracht, die eine durchschnittliche Gewichtsreduktion von rund 160 kg zeigten.

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