Grafter 3D-Software erlaubt das Zusammensetzen von mechanischen Bauteilen

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Das Hasso Plattner Institut (HPI) der University of Potsdam hat die 3D-Software Grafter entwickelt. Diese erlaubt es, verschiedene 3D-Modelle zu funktionierenden Mechanismen zusammen zu fügen. Im Anschluss können die Bauteile dann auch noch 3D-gedruckt werden.

Das neue Zusammensetzen (Remixen) bestehender Bauteile wird immer beliebter. Auf Plattformen wir Thingiverse gibt es schon unzählige sehr beliebte Konstruktionen die so erzeugt wurden. Um die Probleme die beim Remixen auftreten können besser beherrschen zu können wurde Grafter entwickelt.

Die Software ist in der Lage zu erkennen, welche mechanischen Elemente zusammen gehören. So ist es beispielsweise möglich, Komponenten wie Getriebe wieder zu verwenden. Damit zusammengehörige Elemente erkannt werden, ist eine aufwendige Berechnung notwendig. Diese kann zwischen 10 Minuten und einer Stunde pro Modell dauern.

Als Beweis für das Konzept wurden dann drei Objekte getestet. Diese stammen von Thingiverse. Grafter erkannte dann wichtige mechanische Bauteile wie Achsen und Zahnräder. Anschließend konnte der Benutzer die Bauteile zu einem neuen Objekt kombinieren.

Noch ist Grafter nur das Produkt einer Studie von Thijs Roumen, Willi Mueller und Patrick Baudisch. Doch in Zukunft könnte diese Art von Software sehr bedeutend werden. Gerade Einsteiger ohne gute CAD-Kenntnisse könnten damit ebenfalls komplexe Mechanismen herstellen. Die 3 Forscher hinter der Software werden diese im April auf der CHI 2018 Konferenz in Montreal vorstellen.

grafter: remixing 3D printed machines