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3D-gedruckte Komponenten für Orion Mond-Mission

Stratasys arbeitet gemeinsam mit dem Produktions- und Dienstleistungsunternehmen Phoenix Analysis & Design Technologies (PADT) sowie dem Raumfahrtunternehmen Lockheed Martin Space an der Konstruktion von 3D-gedruckten Objekten für die Deep-Space-Raumsonde Orion der NASA. Der Schwerpunkt des Projekts liegt auf den Materialien, die für die Weltraummission über hohe Festigkeit, Widerstandsfähigkeit und Temperaturbeständigkeit verfügen müssen. Dazu eignet sich unter anderem eine Variante von Antero 800NA, ein auf PEKK basierendes Material von Stratasys.

Bei Orion handelt es sich um ein Raumfahrzeug der NASA, das zum Transport von Fracht und Personen zur ISS, zum Mond sowie zum Mars entwickelt wird. Der nächste Testflug der Orion, die Exploration Mission-1, wird die erste Integrationsmission mit der leistungsstärksten Rakete der Welt sein, dem Space Launch System. Während dieser dreiwöchigen Mission wird eine unbemannte Orion Tausende von Kilometern am Mond vorbeifliegen. Auf ihrem nächsten Flug, der EM-2, wird die Orion ebenfalls zum Mond fliegen, diesmal allerdings zum ersten Mal mit Astronauten an Bord. Bei dieser Mission werden über Hundert 3D-gedruckte Produktionsbauteile an Bord zum Einsatz kommen.

3D-Drucker & Materialien von Stratasys

Die 3D-gedruckten Komponenten für das Raumfahrzeug der NASA werden vom Additive Manufacturing Lab von Lockheed Martin in Zusammenarbeit mit PADT gefertigt. Dabei kommen 3D-Drucker und Materialien von Stratasys zum Einsatz. Die Materialien ULTEM 9085 sowie Antero erfüllen die Anforderungen der NASA für Extrembedingungen im Weltraum. Antero weißt eine hohe Temperatur- und Chemikalienbeständigkeit sowie große mechanische Belastbarkeit auf.

„Durch die Partnerschaft von Lockheed Martin mit PADT konnten wir gemeinsam mit Stratasys und der NASA konsistente 3D-Drucke fertigen, die nicht nur im Prototyping, sondern auch in der Produktion eingesetzt werden“, so Brian Kaplun, Manager of Additive Manufacturing bei Lockheed Martin Space. „Wir fertigen nicht nur Bauteile, wir gestalten unsere Produktionsstrategie neu, um Raumfahrzeuge erschwinglicher und schneller zu produzieren.“

Antero wir beispielsweise für ein unverzichtbares Bauteil direkt außen an der Andockluke der Orion verwendet. Das komplexe Bauteil besteht aus sechs einzelnen 3D-gedruckten Komponenten, die miteinander zu einem Ring an der Außenseite des Fahrzeugs verbunden sind.

„In der Raumfahrt werden extrem leistungsfähige Materialien gefordert, die den strengsten Herstellungsverfahren der Branche unterliegen. Die Integrität und Reproduzierbarkeit der Teile ist unerlässlich und muss den anspruchsvollen Test- und Validierungsverfahren der NASA standhalten“, so Scott Sevcik, Vice President of Manufacturing bei Stratasys. „Die Technologie von Stratasys basiert auf jahrzehntelanger Erfahrung in der Bereitstellung von robusten und leichten Lösungen der additiven Fertigung für Branchenführer der Luft- und Raumfahrtindustrie. Dadurch eignet sie sich ideal für die hochzuverlässigen Herstellungsverfahren, die für Produktionsteile in der Weltraumforschung benötigt werden.“

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