Home Medizin Neue 3D BioFabrication Facility (BFF) für Internationale Raumstation

Neue 3D BioFabrication Facility (BFF) für Internationale Raumstation

Eine Kooperation zwischen dem 3D-Drucker--Hersteller nScrypt und dem Innovations-Unternehmen Techshot brachte nun eine neue 3D BioFabrication Facility (BFF) für die Internationale Raumstation (ISS) hervor. Unterstützt und gesponsert wurde dieses Vorhaben von der NASA.

Schon seit einiger Zeit experimentiert die NASA mit dem Vorhaben menschliche Organe 3D zu drucken. Beispielsweise kommt eine Magnetic 3D Cell Culturing-Methode, eine Bioprinting-Methode zur Herstellung von menschenähnlichen Krebszellen, zum Einsatz, um die Krebsforschung weiter zu fördern.

Auch in diesem Jahr präsentiert die NASA deren neuestes Projekt, welches im Februar 2019 gestartet werden soll. Bei diesem handelt es sich um eine von nScrypt in Kooperation mit Techshot hergestellte 3D BioFabrication Facility (BFF), welche als Frachtteil der SpaceX CRS-17 auf der internationalen Raumstation Platz finden soll.

Das in Orlando, USA, ansässige Unternehmen nScrypt zeichnet sich als Hersteller von industriellen Mikrodosier- und 3D-Drucksystemen aus. Seinen Ursprung findet nScrypt bei Sciperio Inc., einem Unternehmen welches bereits im Jahr 2003 einen preisgekrönten Bioprinter entwickelt hat. Im Gegensatz dazu kann das in Greenville, Indiana, ansässige Unternehmen Techshot mit mittlerweile drei Jahrzehnten an Erfahrung in der Entwicklung von Raumfahrtgeräten aufwarten.

Nun taten sich die beiden Unternehmen zusammen und entwickelten in Kooperation eine neue 3D BioFabrication Facility (BFF) für die internationale Raumstation. Neben der BFF sollen überdies auch nScrypt’s 3D Bio Assembly Tool (BAT) sowie auch Techshot’s Advanced Space Experiment Processor (ADSEP) im Februar 2019 auf die Raumstation transportiert werden.

© nScrypt. / Rendern von Techshot und nScrypt BioFabfication Facility in einem EXPRESS-Rack. Bild durch nScrypt.

„Wir freuen uns sehr, dass dieses Projekt zum Leben erweckt wird. Mit dem Ziel, alles von Organen über Pharmazeutika bis hin zu Lebensmitteln zu produzieren, hat das BFF die Fähigkeit, das Leben der Menschen auf der Erde zu verbessern und die Erforschung des Weltraums zu ermöglichen,“ kommentiert Techshot Präsident und CEO John C. Vellinger.

Für den Zelldruck zur Entwicklung von dickem Gewebe sowie Organen nutzt die NASA nun den nScrypt BAT 3D-Drucker. Dieser zeichnet sich durch seine patentierte SmartPump aus, welche eine volumetrische Steuerung von 100 Picolitern ermöglicht und mit Düsen von nur 10 Mikron arbeiten kann.

„Gerade wenn es um so wichtige Dinge wie Gewebe geht, ist es wichtig, jedes Mal die richtige Menge an Material in die richtige Position zu bringen. Das bieten unsere Maschinen und ist was zu unserem Erfolg im Bioprinting und anderen Anwendungen beigetragen hat,“ erzählt Ken Church, CEO von nScrypt und fügte hinzu: „Dies ist eine aufregende Zeit für Entdeckungen und noch wichtiger eine Zeit der Auswirkungen für Jene, welche ernsthaft nach Lösungen für den Wachstum von vaskularisiertem Gewebe, welches die Basis für ein vollständig gedruckte Organ ist, suchen.“

Die nun entwickelte 3D BioFabrication Facility soll künftig für den 3D-Druck von Herzpflastern für beschädigte Herzen verwendet werden.

„Um das Herz-Patch zu realisieren, werden Zellen in die Bioreaktor-Kassette gedruckt. Der Bioreaktor wird dann eine Medienperfusion bereitstellen, um Nährstoffe zuzuführen und Toxine aus dem Gewebe zu entfernen und am Leben zu erhalten, während gleichzeitig elektrische und mechanische Stimuli bereitgestellt werden, um die Zellen dazu zu ermutigen, schlagendes Herzgewebe zu werden,“ erklärt nScrypt.

B-Roll: First Heart Structure 3D Printed in Zero Gravity With Adult Human Stem Cells
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