OHB erhält Forschungsauftrag für 3D-gedruckte Weltraumausrüstung

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Das Bremer Raumfahrtunternehmen OHB hat einen Forschungsauftrag von der ESA erhalten. Es soll geprüft werden, welche Gegenstände für den Aufbau einer Mondbasis sich auf dem Mond selbst 3D-drucken lassen. 

Die OHB System AG ist seit gut 35 Jahren auf dem Markt. In dieser Zeit ist das Unternehmen zu einem der bedeutendsten Raumfahrtherstellern in Europa geworden. Das aktuelle Hauptgeschäftsfeld sind erdnahe und geostationäre Satelliten. So hat das Unternehmen unter anderem an den Galilieo-Satelliten mitgearbeitet, an SARah, den MTG-Wettersatelliten und vielen weiteren. Aber auch an Raumfahrt mit Astronauten ist OHB beteiligt. So wurden am Forschungslabor Columbus und dem Raumfrachter ATG maßgeblich mitentwickelt. Auch zahlreiche Experimente, die auf der ISS zum Einsatz kommen, hat OHB entwickelt.

Jetzt hat OHB einen interessanten Forschungsauftrag von der Europäischen Weltraumbehörde (ESA) erhalten: Es soll geprüft werden, ob, wie und welche Ausrüstungsgegenstände auf dem Mond 3D-gedruckt werden können. Auch soll OHB herausfinden, wie aufwendig der Betrieb und die Wartung eines solchen 3D-Druckers wäre.

Die ESA interessiert sich besonders für 3D-Druck, da so möglicherweise die Transportkosten bei Weltraummissionen gesenkt werden könnten. Konkret könnte das Volumen der Bauteile reduziert werden. Es wäre aber auch möglich, das Gewicht zu reduzieren, indem Material vom Mond selbst verarbeitet wird. Auch soll in der Forschung geprüft werden, ob Müll mit Hilfe von 3D-Druck wiederverwendet werden könnte. Die Forschung finanziert die ESA mit 240.000€.

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