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US-Marines sparen $70.000 durch 3D-gedruckte F-35-Flugzeugteile

Einem Team von US-Marines ist es nun gelungen, die Halterung einer Fahrwerkstür eines F-35 stealth fighter Flugzeuges mit dem Einsatz von 3D-Drucktechnologien herzustellen. So gelang es den Marines, Kosten in Höhe von $ 70.000 einsparen.

Dass 3D-Drucktechnologien ein wichtiges Tool in der Raum- und Luftfahrt geworden sind, ist mittlerweile kaum mehr zu übersehen. Auch das Militär scheut nicht davor diese Technologien zu ihren Vorteilen zu nutzen. So nun auch ein Team bestehend aus US-Marines des Combat Logistics Battalion 31 (CLB-31) in Carderock, Maryland.

Mit technischer Unterstützung von Sam Pratt, Maschinenbauingenieur im Carderock-Büro für Additive Fertigung, gelang es einem US-Marine-Team nun die Halterung einer Fahrwerkstür eines F-35 stealth fighter Flugzeuges 3D zu drucken. Dies ist insofern ein Durchbruch, da eine solche Halterung nicht separat von der Tür erworben werden kann, was dazu führt, dass bei Ausfall der Halterung eine neue Fahrwerkstür für knappe 70.000 US-Dollar angeschafft werden muss.

Der 3D-Druck einer solchen Halterung bietet neben der schnellen Produktion auch weitere Vorteile für die US-Marines, wie Pratt kommentiert:

“Sie können das Stück nicht separat von der Fahrwerkstür kaufen, welche $70.000 kostet. Durch die Fähigkeit, im Außendienst [3D] zu drucken, können wir das Teil für etwa 9 Cent replizieren.”

© Marine Sea Systems Command / Sam Pratt

Schon vor Beginn dieses Vorhabens wurde Pratt angewiesen, Marines des Combat Logistics Battalion 31 (CLB-31) mit der Konstruktion und Anwendung von 3D-Drucktechnologien vertraut zu machen. Nach diesem Training stellte Pratt technische Unterstützung bereit, um den Marines bei der Realisierung der funktionalen F-35 Halterung zu helfen.

Schon bevor sich Pratt dieser Mission anschloss, hatten die Marines bereits erste Entwürfe mit der Design-Software “Blender” designed. Die Blender-Software wird jedoch hauptsächlich für Spiel- und Film-Spezialeffekte genutzt und eignet sich daher weniger für genaue Messungen oder technische Arbeiten. So mussten vor dem 3D-Druck also noch einige Änderungen vorgenommen werden. Nachdem das Design jedoch vollendet war, nutzte das Team einen eher für Hobbyisten konzipierten 3D-Drucker, um die Tür-Halterung aus PETG-Filament 3D zu drucken.

“Flugzeuge sind von Natur aus viel restriktiver. Es gibt Probleme mit der Lufttüchtigkeit. Wenn Sie also versuchen, ein Teil zu drucken, müssen Sie wirklich wissen, dass das Teil gut ist, damit Sie Ihre Piloten und Flugbesatzungen nicht in Gefahr bringen,” so kommentiert Pratt.

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