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Review: Wolframcarbid Nozzle von Dyze Design im Test

Schon über ein Jahr ist die erfolgreiche Kickstarter Kampagne von Dyze Design her und zu Jahresbeginn sollten alle Unterstützer der Crowdfunding-Aktion ihre Druckdüsen von dem Hersteller erhalten haben. Grund genug für uns um die Hightech Nozzle auf ihre Eigenschaften hin zu testen.

Grundsätzlich soll die Nozzle von Dyze einige Vorteile in Sachen Haltbarkeit mit sich bringen. Der besonders harte Werkstoff soll durch abrasive Materialien (Carbon-Filament zb) nicht beeinträchtigt werden. Gute thermische Eigenschaften sollen die Nozzle von Dyze dann auch noch für hohe Geschwindigkeit ideal machen. So jedenfalls das Versprechen des Herstellers. Wir haben die Nozzle auf Herz und Nieren überprüft und konnten dabei folgendes feststellen:

Verpackung und erster Eindruck

Die Druckdüse von Dyze wurde in einer sehr hochwertigen Box geliefert, die Box ist optisch sehr schön – hat aber sonst keinen weiteren Nutzen. Werkzeug oder eine Anleitung war nicht im Lieferumfang enthalten, wobei das auch nie versprochen wurde und eine genaue Anleitung online abgerufen werden kann. Optisch sieht die Nozzle ähnlich wie andere Nozzles aus Edelstahl aus, wir konnten auch keine Defekte, Kratzer oder andere Probleme mit der Qualität feststellen.

Installation

Vergleich mit einer herkömmlichen Nozzle

Die Installation ist im Prinzip vom 3D-Drucker abhängig. Sie ist aber allgemein kein großes Problem. Eine Anleitung dafür kann man auf der Website von Dyze Design finden. Es gibt allerdings auch Gefahren: wie bei jedem Tausch einer Druckspitze kann es ziemlich einfach passieren, dass Kabel des Thermistors oder der Heizpatrone beschädigt werden. Deswegen sollte man auch gut abwägen ob ein Tausch wirklich notwendig ist und insbesondere vor dem ersten Tausch einige Anleitungen studieren. Etwas unangenehm bei der Installation ist, dass die Höhe an der der ein Schraubenschlüssel angesetzt werden kann im Vergleich zu normalen Nozzles etwas geringer ausfällt, hier empfiehlt sich der Einsatz einer Ratsche/Knarre zur sicheren Installation.

Druckqualität

Wir haben die Nozzle von Dyze intensiv getestet und konnten keine wesentlichen Probleme feststellen. Die Druckspitze kann mit niedrigen Schichthöhen genau so gut wie mit hohen Schichthöhen umgehen. Auch flexible Materialien haben sich im Test gut verarbeiten lassen. Die nachfolgenden Bilder zeigen demonstrativ wie die Druckqualität ist: Es gibt eigentlich nix auszusetzen, einzig geringfügig mehr Stringing als mit der Standard Druckspitze konnten wir auf dem Prusa i3 MK2S feststellen. Die Druckqualität bei Flächen ist identisch zu der, die wir vor dem Umbau erhalten haben.

Fazit

Links die alte Nozzle, rechts die neue Dyze Design Nozzle

Die neue Nozzle hat sich in unserem Test gut geschlagen, nichts anderes haben wir aber auch erwartet von eine Druckspitze die derzeit bei immerhin um 55 Dollar verkauft wird. Das wichtigste Kriterium, die Langlebigkeit konnten wir jedoch nicht so schnell testen. Wir werden diesen Bericht jedoch updaten sobald 10 Kilogramm Kunststoff (inklusive einem Kilogramm Carbon-Filament) durch die High-Tech Nozzle gedruckt haben, erst dann wird sich zeigen ob die Druckspitze ihr Geld auch wert ist. Wer nur mit herkömmlichen PLA, ABS oder PET-G druckt muss jedenfalls keine neue Nozzle kaufen, die Druckqualität hat sich nämlich nicht geändert und die Haltbarkeit von Druckspitzen aus Messing sollte bei Einsatz dieser Materialien kein Problem sein.

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