3D-gedruckte Soft-Roboter-Maske kann Emotionen wiederspiegeln

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Master-Studenten der in London ansässigen Bartlett School of Architecture nutzten 3D-Druck- sowie 3D-Scantechnologien, um eine bizarre Soft-Roboter-Maske zu entwickeln. Genannte Maske reagiert auf Gesichtsausdrücke und bringt diese anhand von mehrfarbigen, mit Flüssigkeit gefüllten Blasen zum Ausdruck.

Meist können wir Emotionen anhand von Gesichtsausdrücken erkennen. Doch was, wenn wir Gemütszustände ganz ohne menschliche Gesichtszüge definieren könnten? Eben diese Frage inspirierte die Londoner Master-Studenten Sirou Peng, Adi Meyer und Silvia Rueda zur Entwicklung der Soft-Roboter-Maske.

Ein Myoware-Muskelsensor, welcher eine Art „All-in-One-Elektromyographiesensor“ darstellt, liest Gesichtsausdrücke und weist die 3D-gedruckte Soft-Roboter-Maske daraufhin an, bunte Flüssigkeiten durch spezielle Kapillaren zu injizieren oder zu saugen. Das Ergebnis ist eine sichtbare, wenn auch etwas kodierte, Darstellung menschlicher Emotionen, wie wir es noch nie gesehen haben.

Der Entwicklungsprozess begann mit einem detaillierten Modell des ersten Träger-Gesichts, um sicherzustellen, dass die geplante Maske perfekt sitzt. Die Erfinder nutzten Agisoft Software, um einen Photogrammetrie-3D-Scan-Prozess durchzuführen. Dies gelang, indem die Studenten mehrere Fotos des Subjekts in die Software importierten und diese in weiterer Folge zu einem 3D-Modell umwandelten.

Nachdem das 3D-Modell fertig designed wurde, mussten Formen für die Silikon-Masken 3D-gedruckt werden. Zwar wurden keine spezifischen Angaben bezüglich des verwendeten Filaments für die Formen gemacht, jedoch handelt es sich vermutlich um ABS oder PLA. Sobald die Formen fertig 3D-gedruckt wurden, konnten diese mit einem geeigneten Silikon-Mix befüllt werden. Hierfür empfiehlt das Studenten-Team Smooth-On’s Dragon Skin Silikon.

Nun ging es darum, die Silikon-Maske in eine Art Roboter zu verwandeln. Für diesen Schritt musste eine Arduino Uno-Platine programmiert werden, welche Muskelsensoren liest und Wasser- oder Luftpumpen betätigt, um die Flüssigkeit in der Maske zu bewegen. Sobald all diese Schritte abgeschlossen wurden, soll die 3D-gedruckte Soft-Roboter-Maske mit einem hautsicheren Silikonkleber aus das Gesicht geklebt werden.

Wer nun auf den Geschmack gekommen ist, darf sich freuen. Die Bartlett-Studenten stellten ein Tutorium für die komplexe Soft-Roboter-Maske zusammen, welches den Herstellungsprozess jedoch nur relativ grob beschreibt. Eine detaillierte Anleitung soll nach Aussage der Studenten jedoch bald folgen.