Home 3D-Scanner Bayern Kapital beteiligt sich erneut an 3D-Scanner-Startup Scoobe3D

Bayern Kapital beteiligt sich erneut an 3D-Scanner-Startup Scoobe3D

Bayern Kapital, die Venture-Capital-Gesellschaft des Freistaats, investiert mit dem EFRE-Innovationsfonds im Rahmen einer Seed-Extension-Finanzierungsrunde erneut in das Augsburger Hightech-Unternehmen Scoobe3D. Auch alle Co-Investoren haben ihre Engagements bekräftigt. Neu beteiligt haben sich das Management von Scoobe3D sowie Business-Angel Dr. Rolf Pfeiffer. Das Gesamtvolumen der aktuellen Finanzierung beläuft sich auf einen mittleren sechsstelligen Betrag.

Das Start-up hat einen hochpräzisen 3D-Scanner entwickelt. Mit dem mobilen Gerät im handlichen Smartphone-Format können Nutzer 3D-Scans schnell und ohne umständliche Vorbereitung anfertigen – ähnlich wie bei einer Panorama-Aufnahme auf dem Handy. Die neuen Mittel sollen das Unternehmenswachstum beschleunigen und die technologische Optimierung vorantreiben.

3D-Scans sind bislang kostspielig und werden meist mit großen, unhandlichen Scan-Geräten erstellt. Häufig bedarf das Scan-Objekt umständlicher Vorbereitung, damit brauchbare Ergebnisse entstehen. So müssen Referenzpunkte auf dem Objekt markiert oder spiegelnde Oberflächen beispielsweise mit Kreidespray besprüht werden, um einen fehlerfreien Scan zu gewährleisten.

Eine kompakte, innovative Alternative bietet das Hightech-Start-Up Scoobe3D. Das Augsburger Unternehmen wurde 2018 gegründet und konnte Anfang 2020 eine durch das Investorennetzwerk BayStartUP arrangierte Seed-Finanzierungsrunde unter Beteiligung von Bayern Kapital erfolgreich abschließen. Das Unternehmen entwickelt mit ihren Scoobe3D-Scannern eigenständige und benutzerfreundliche Geräte im mobilen Smartphone-Format. Anweisungen auf dem Scanner-Display führen bequem durch den Scan-Vorgang. Der 3D-Scanner beruht auf einer weltweit neuen, vom Start-up eigens patentierten Technologie, wodurch sich auch glänzende oder reflektierende Oberflächen (wie Metalle oder Plastik) bei geringem Aufwand auf bis zu 0,1 Millimeter Genauigkeit scannen lassen.

Vielfältige Anwendungsmöglichkeiten

Die Scoobe3D-Scanner sollen im Maschinenbau und in der Konstruktion zum Einsatz kommen. Weitere Anwendungsformen sind etwa 3D-Druck, Online-Shop-Visualisierung, Re-Engineering und Produktdesign. Durch seine vielseitigen Einsatzmöglichkeiten kann der Scoobe3D in einem breiten Spektrum entwickelnder und produzierender Unternehmen Anwendung finden, zum Beispiel auch im Bereich Orthopädie. Die neuen finanziellen Mittel sollen die Markteinführung der 3D-Scanner beschleunigen sowie Entwicklung und Angebot neuer, erweiterter Softwarelösungen ermöglichen.

Julian Berlow, Geschäftsführer von Scoobe3D, sagt: „Wir bekommen bereits Anfragen aus den unterschiedlichsten Branchen. Die Anwendungen für 3D-Scans sind sehr vielfältig und die Nachfrage riesig. Wir sind der Meinung, dass 3D-Daten in Zukunft genauso einfach zugänglich sein sollten wie ein 2D-Foto. Deshalb freuen wir uns, mit Bayern Kapital und Herrn Dr. Rolf Pfeiffer erfahrene Branchenkenner der bayerischen Hightech-Start-up-Szene an Bord zu haben. Gemeinsam werden wir diese Vision Realität werden lassen.“

Dr. Georg Ried, Geschäftsführer von Bayern Kapital, erklärt: „Scoobe3D hat uns von Anfang mit starken technologischen Alleinstellungsmerkmalen und einer überraschend vielseitigen, einfach zu bedienenden Technologie überzeugt. In den vergangenen Monaten hat sich das Unternehmen stark entwickelt. Bereits jetzt zeichnet sich enorme Nachfrage aus unterschiedlichen Branchen ab. Deshalb unterstützen wir das Augsburger Unternehmen gerne auch weiterhin bei der Skalierung seines Geschäftsmodells.“

Dr. Rolf Pfeiffer, Business Angel bei Scoobe3D, erklärt: „3D-Technik im Allgemeinen und das 3D-Scannen im Besonderen stecken voller ungenutzter Potentiale. Gute technische Ideen und das Know-how eines hoch motivierten Teams eröffnen dabei hervorragende Möglichkeiten. Mit meinem Engagement möchte ich eine erfolgreiche Umsetzung der attraktiven Lösungen von Scoobe3D zusätzlich unterstützen.“

Eine Anleitung wie man 3D-Modelle mit einer Handykamera und kostenloser Software realisiert, findet man hier.

Abonnieren Sie die wöchentlichen 3Druck.com-Newsletter. Jeden Montag versenden wir die wichtigsten Beiträge und Updates der Woche. Melden Sie sich jetzt kostenlos an.
Haben Sie einen Fehler entdeckt? Oder Anregungen und Ergänzungen? Bitte schicken Sie uns eine Nachricht.
Vorherigen Artikel3D-Drucker-Hersteller Snapmaker feiert sein 5-jähriges Bestehen
Nächsten ArtikelXXL-Roboterdrucker von Aectual für Architekturprojekte
David ist Redakteur bei 3Druck.com.