Home 3D-Scanner British Museum fügt 3D-Scan des Rosetta Stone zu digitaler Sketchfab-Sammlung hinzu

British Museum fügt 3D-Scan des Rosetta Stone zu digitaler Sketchfab-Sammlung hinzu

Ein aus digitalen Technikern bestehendes Team des British Museum in London 3D-scannte kürzlich den berühmten Rosetta Stone, welcher derzeit im Museum ausgestellt ist, und stellte das daraus entstandene 3D-Modell online. So möchte das Museum auch Menschen, denen es nicht möglich ist den Stein persönlich anzusehen, die Möglichkeit bieten sich einen Eindruck des Relikts zu verschaffen.  

Der berühmte Rosetta Stone stellt ein wichtiges Artefakt aus der altägyptischen Zivilisation dar und wird derzeit unter angemessenen Sicherheitsmaßnahmen im British Museum in London ausgestellt. Obwohl der Stein bereits als Touristen-Attraktion gilt, möchte das Museum auch Interessierten ohne Besuchermöglichkeit die Chance geben, das berühmte Artefakt zu bestaunen. Ein vollständiger 3D-Scan wurde als Open Access 3D-Modell auf der Plattform Sketchfab hochgeladen.  

Die Inschrift des aus Granodiorit bestehenden Rosetta Stone stellt ein Dekret dar, welches die Unterstützung der ptolemäischen Dynastie zeigt. Das Besondere an diesem Stein ist, dass dieser in zwei Sprachen (ägyptisch und griechisch) und drei Schriften (hieroglyphisch, demotisch, griechisch) geschrieben wurde. Nachdem er 1799 von Napoleons Armee entdeckt wurde, wurde dieser zum zentralen Werkzeug für die Entschlüsselung der Hieroglyphen des alten Ägypten.  

Rechtzeitig zum 218. Jubiläums seit der Entdeckung des Relikts wurde der 3D-Scan freigegeben. Dank den neuesten Features von Sketchfab ist es nun auch möglich mithilfe einer integrierten Audio-Option mehr über die Geschichte des Rosetta Stone zu erfahren, während man das 3D-Modell erkundet.  

„Dieser Scan war Teil unseres größeren Versuches, so viele unserer ikonischen Stücke aus der Sammlung zu erfassen – und natürlich die lagernden Objekte – und sie für die Menschen in 3D oder in taktileren Formen zugänglich zu machen“, erzählt der britische Museumsberater Daniel Pett. 

Durch den Einsatz von 3D-Scanning-Technologien ist es dem British Museum gelungen bereits 219 3D-Modelle digital zu verewigen. Die bestehende Sammlung enthält unter anderem Scans des Jericho-Schädels oder auch den Kopf von Amenemhat III. Interessierte können sämtliche 3D-Modelle online auf der Sketchfab-Seite des Museums bestaunen.  

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