Entwickelt Apple 3D-Scanner für das iPhone?

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Am 7. Januar 2013 wurde dem IT-Konzern Apple (NASDAQ:AAPL) ein Patent von dem US-amerikanischen Patentamt zugesprochen, welches sich mit 3D-Scanning beschäftigt.

Das Patent wurde schon im Jahr 2010 eingereicht und erklärt in erster Linie wie Landschaften und Straßen dreidimensional eingescannt werden. Das Anwendungsgebiet ist hierbei die Apple Map-Software, welche seit 2012 nicht mehr auf Daten von Google (NASDAQ:GOOG), sondern auf eigenes Material setzt.

Im Gegensatz zu Apple bietet Google den Dienst „Street View“ an. Bei diesem Service werden Ansichten in 360-Grad-Panoramabildern aus der Straßenperspektive dargestellt. Der Suchmaschinengigant erstellt das Bildmaterial mit eigenen Autos, die eine spezielle Kameras verwenden. Apple stehen diese Fotos seit dem Ende der Partnerschaft nicht mehr zur Verfügung.

Apple will anscheinend mit Hilfe der im Patent gezeigten Technik jedes iPhone in ein Aufnahmegerät für 3D-Panoramabilder nutzen. So könnte man mit Hilfe Crowdsourcing eine Alternative zu „Google Street View“ schaffen.

Im Patent wird weiters beschrieben, dass diese Scantechnik auch für 3D Aufnahmen von Objekte verwendet werden kann. Die eingescannten Objekte sollen auf dem iPhone weiterbearbeitet werden können.

Gerade moderne Smartphones wie Apples iPhone bieten sich als Alternative zu einem 3D-Scanner an. So hat das iPhone schon jetzt einen 3-Achsen-Gyrosensor, einen Beschleunigungssensor, einen Umgebungslichtsensor und eine hochwertige Kamera, die pro Sekunde 10 Bilder in voller Auflösung aufnehmen kann. Bei den neuen Generationen des Geräts könnte sich die Technik noch verbessern.

Auch andere Teams gehen ähnliche Wege. So haben Forscher von der ETH Zürich im Dezember 2012 eine App für Android vorgestellt, welches ebenfalls einen 3D-Scan ermöglicht. Bei der Demo-Software, die bei der International Conference on Computer Vision in Sydney präsentiert wurde, kann man mit der normalen Smartphone-Kamera ein beliebiges Objekt abfilmen. Die Berechnung des Objekts findet direkt am Smartphone statt. Falls es noch zu wenig Informationen für das 3D-Objekt geben sollte, kann man noch weitere Scans hinzufügen.

Die ETH Zürich hat hierzu auch ein Video online gestellt:

Gastbeitrag: David Gotsch
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(c) Picture: United States Patent