Home 3D-Scanner Forscherin nutzt 3D-Scanning zur Untersuchung von Massospondylus-Schädel

Forscherin nutzt 3D-Scanning zur Untersuchung von Massospondylus-Schädel

Unter der Leitung von Evolutionsbiologie-Spezialistin und PhD-Forscherin Kimi Chapelle nutzten Forscher der Universität Witwatersrand in Johannesburg, Südafrika, 3D-Scan- sowie 3D-Drucktechnologien, um den Schädel eines Massospondylus-Dinosauriers nachzubilden. Dieser hochdetaillierte 3D-Scan wurde digitalisiert und soll zu Forschungszwecken genutzt werden.

Um mehr über den bekanntesten Dinosaurier des Landes, den Massospondylus, zu erfahren, machte es sich die Südafrikanische Forscherin und Evolutionsbiologin Kimi Chapelle zur Aufgabe, eine detaillierte Replik eines Massospondylus-Schädels anzufertigen. In Kooperation mit der MicroFocus-CT-Einrichtung der Universität Witwatersrand konnte Chapelle dieses Vorhaben in die Tat umsetzen und einen hochdetaillierten 3D-Scan des Schädels anfertigen.

Weiters möchte Chapelle mit diesem Projekt weltweit die Forschung im Bereich der Evolutionsbiologie, vor allem in Bezug auf Dinosaurier, stärken und fördern. Aus diesem Grund stellt die Forscherin die detaillierten 3D-Scans öffentlich zur Verfügung. So können sich Dinosaurier-Enthusiasten gleichermaßen wie Forscher eigene Repliken des Massospondylus-Schädels zu Hause 3D-drucken.

Massospondylus /© dino.wikia.com

Durch den sehr detailgetreuen 3D-Scan konnte die Struktur des Schädels erstmals neu untersucht werden. Diese Untersuchungen lieferten überraschende, bisher unbekannte Informationen über die Gehör- und Innenohrorgane, Zähne und mehr des Fossils.

Erstmals entdeckt wurde der Massospondylus im Jahre 1854 von Paläontologen Sir Richard Owen in Südafrika. Seither tauchten immer öfter Fossilien des Dinosauriers in Südafrika auf, was den Massospondylus schlussendlich zu einem der bekanntesten Dinos dieser Region macht. Nach Aussage von Chapelle wurde der Schädel eines dieser Exemplare nie einer gründlichen Studie unterzogen, was ebenso einer der Hauptgründe für den Start dieses Projekts darstellte.

© Wits University

„Ich war erstaunt, als ich anfing, den Schädel von Massospondylus digital zu rekonstruieren und all diese Merkmale zu finden, die nie beschrieben wurden“, kommentiert die Evolutionsbiologin. „Es zeigt nur, dass Forscher noch viel über südafrikanische Dinosaurier lernen müssen.“

Bei weiteren Untersuchungen konnten die Forscher viele Einsichten in den biologischen Aufbau des Fossils gewinnen. So entdeckten Chapelle und ihre Kollegen, wie die Nerven im Schädel vernetzt sein könnten und wie das Innen- und Mittelohr des Fossils miteinander verbunden waren. Überdies konnte Chapelle feststellen, dass diese Dinosaurierart Krokodil-ähnliche Ersatzzähne hatte.

© Wits University

„Indem wir das Innenohr mit dem anderer Dinosaurier vergleichen, können wir versuchen, Dinge zu interpretieren, wie sie ihren Kopf hielten und wie sie sich bewegten. Sie können tatsächlich winzige Ersatzzähne in den Kieferknochen sehen, die uns zeigen, dass [der] Massospondylus seine Zähne fortwährend ersetzte, wie Krokodile es tun, aber im Gegensatz zu Menschen, die es nur einmal tun können,“ erklärt Kimi Chapelle und fügte hinzu: „Auch die Tatsache, dass die Knochen des Hirnschädels nicht vollständig verschmolzen sind, bedeutet, dass dieses besondere Fossil das eines Individuums ist, das noch nicht vollständig gewachsen ist. Dies erlaubt uns zu verstehen, wie Massospondylus wuchs, wie schnell es wuchs und wie groß es wachsen konnte.“

Die aktuellen Forschungsergebnisse wurden kürzlich in dem Magazin PeerJ veröffentlicht. Über die weitere Forschung erzählt Chapelle:

„Ich werde Scans von anderen Proben verwenden, um neue Fragen zu beantworten.“

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Quelledeccan chronicle